Samstag, 20. April 2019

Die 10 goldenen Regeln für eine Europareise

Einmal von Deutschland über Österreich, Griechenland, Italien, Frankreich, Irland, Großbritannien und wieder zurück nach Deutschland. Auf meiner dreiwöchigen Europareise, die ich zwar instagramreif mit Rucksack und Interrail Pass unternommen, jedoch eher weniger auf Social Media Plattformen begleitet habe, habe ich einiges erlebt. Manches davon kann ich empfehlen, von anderen Dingen rate ich dringend ab. Damit Sie für Ihre anstehende Reise gut vorbereitet sind, habe ich eine Liste der 10 wichtigsten Regeln für Sie erstellt.


Regel Nummer 1:

Es ist keine richtige Reise, wenn Sie nicht mindestens ein Mal dachten, dass Sie Ihr Handy oder Portemonnaie verloren haben.

Die erste und auch wichtigste Regel. Wirkliches Urlaubsfeeling erleben Sie erst dann, wenn Sie in Panik geraten und völlig aufgeschmissen sind – diesen Nervenkitzel brauchen vor allem die Abenteurer unter uns. Smartphone und Portemonnaie sind neben den Zug- und/oder Flugtickets auf einer Reise die wichtigsten Dinge. Die Befürchtung, eines davon oder womöglich sogar beides verloren zu haben, lässt den Adrenalinspiegel innerhalb von Sekunden in die Höhe schnellen. Suchen Sie alles ab, schütten Sie sämtliche Taschen aus und stellen Sie sich möglichst bildlich vor, wie Sie ohne Geld, ohne Kontakte und ohne Plan durch die Straßen des fremden Landes irren. Lassen Sie auch andere Reisende an ihrem Erlebnis teilhaben, indem Sie auch deren Betten durchsuchen und sie fragen, ob sie den gesuchten Gegenstand vielleicht gesehen haben. Auf diese Weise lernen Sie auch schnell neue Leute kennen. Im Idealfall befindet sich Handy oder Portemonnaie dann doch in der hinteren Hosentasche oder im Koffer. Das Gefühl der Erleichterung wird Ihnen den ganzen Tag versüßen.

Pro Tipp: Am besten fangen Sie genau dann an in Ihren Taschen nach Handy oder Portemonnaie zu suchen, wenn Sie jemand nach einem Feuerzeug fragt. Ignorieren Sie diese Frage und suchen Sie einfach weiter. Der Fragende wird dann mit seiner Zigarette bei Ihnen stehen bleiben und das Schauspiel erwartungsvoll beobachten.


Regel Nummer 2:

Wer Sefies macht, macht gern auch Fotos von Ihnen.
Es ist einer der (für mich persönlich wenigen) Nachteile des alleine Reisens: Man kriegt kaum vernünftige Urlaubsfotos hin. Also steht man meist allein vor diversen Sehenswürdigkeiten und macht Selfies. Auch, wenn ich das alleine Reisen absolut großartig finde, waren das die Momente, in denen ich mich etwas schämte so ganz allein unterwegs zu sein. Aber es war mir immer noch lieber, als mich Menschen im Familien- oder Pärchenurlaub aufzudrängen und zu fragen, ob jemand ein Bild von mir machen könne. Das geht anderen Reisenden aber genau so! Am besten ist es also, sich gegenseitig zu helfen. Sehen Sie jemanden, der verzweifelt nach dem perfekten Winkel fürs Selfie sucht und krampfhaft versucht, das Kolosseum/den Eifelturm/den Big Ben auch noch auf das Bild zu bekommen, dann bieten Sie Ihre Hilfe an. Fragen Sie, ob Sie ein Bild machen sollen und schlagen sie ein Tauschgeschäft vor: Ich mache ein Bild von Ihnen, wenn Sie auch eins von mir machen.

Pro Tipp: Wenn Sie nicht zu bedürftig wirken wollen, können Sie auch nur anbieten, ein Foto zu machen. in 90% der Fälle wird die fotografierte Person merken, dass auch Sie allein sind und von selbst anbieten, auch Sie zu fotografieren. Dann können Sie ihm oder ihr mit einem "Naja, also wenn Sie schon so fragen. Warum eigentlich nicht" ganz lässig das Smatphone in die Hand drücken.


Regel Nummer 3: Nur für weibliche Reisende

Buchen Sie in Hostels Zimmer für Frauen.

Hostels sind eine gute Möglichkeit günstig zu reisen und Kontakte zu knüpfen. Viele Hostels bieten sowohl gemischte als auch ausschließlich auf Frauen ausgelegte Mehrbettzimmer an. In letzteren wird meist weitaus weniger geschnarcht, es riecht besser und es ist ruhiger. Außerdem laufen Sie nicht Gefahr, die Unterhose eines männlichen Gastes waschen zu müssen, weil diese im Gemeinschaftsbad genau an der Stelle auf der Heizung lag, an der ihr Duschgel umgekippt und ausgelaufen ist.


Regel Nummer 4:

Streicheln Sie keine streunenden Tiere.

Egal wie niedlich und zutraulich Katzen, Hunde, Tauben oder Ratten zu sein scheinen – streicheln Sie sie nicht. Selbst dann nicht, wenn eine Katze direkt auf der Akropolis rumläuft. Die könnte nämlich kratzen. Auch, wenn Sie sich wahrscheinlich weder einen Katzenpilz, noch Tollwut einfangen werden, werden Sie den ganzen Urlaub lang Angst davor haben. Verzichten Sie also lieber darauf.

Ausnahme: Regel Nummer 1 war Ihnen noch nicht Nervenkitzel genug.

Besser nicht streicheln: 
zutraulich aussehender Löwe in Neapel

Regel Nummer 5:

Verlassen Sie sich in Touristengebieten niemals auf Aussagen der Kellner, die vor den Restaurants stehen.

Um Enttäuschungen und Herzschmerz zu vermeiden, sollten Sie in Touristengebieten wie Athen nicht darauf vertrauen, dass der Kellner Sie "wiedererkennen und auf Sie warten" wird. Auch, wenn er es sehr überzeugend sagt und Sie denken, dass er anders ist als die anderen. Glauben Sie mir, er ist zu allen so. Wenn Sie zurückkommen und er Sie erneut auf dieselbe Art anspricht, werden Sie nur enttäuscht sein und viel zu viel Geld für mittelmäßig gutes Essen ausgeben. Sie sind mehr wert, als das.


Regel Nummer 6:

Zebrastreifen bedeuten in anderen Ländern einen Scheiß. Und das vor allem in Italien. Besonders in Neapel fahren die Menschen wie die Irren, Sie brauchen dort nur in irgendeinem x-beliebigen Moment eine Sprachnahricht bei WhatsApp aufzunehmen – es wird immer ein Hupkonzert auf der Aufnahme zu hören sein. Aber auch in vielen anderen europäischen Ländern sind Zebrastreifen höchstens mit einem Fußgängerüberweg in Deutschland zu vergleichen. Manchmal werden auch Ampeln ignoriert. Um im Ausland nicht unter die Räder zu geraten, ist also maximale Vorsicht geboten.

Pro Tipp: Halten Sie sich an Einheimische. Wenn diese vor der Straße anhalten, sollten Sie das besser auch tun. Sollten sie direkt lossprinten, dann rennen sie einfach hinterher. Im Zweifel bleiben sie einfach so lange an der Ampel stehen, bis ein Einhemischer die Straße überquert.


Regel Nummer 7: Wenn Sie durch Frankreich reisen

Lernen Sie französisch.
Es könnte sein, dass die Security Sie abfängt, weil sie mit einem zu großen Rucksack in den Supermarkt gehen wollen. Es könnte auch sein, dass sie an der Kasse erklären wollen, dass der Lippenstift eigentlich ja reduziert ist, ihnen der Rabatt aber nicht abgezogen wurde. Und es könnte auch passieren, dass der Alarm los geht, wenn Sie den Supermarkt verlassen und die Security Ihnen diverse Fragen stellt, bevor Sie Ihnen zeigen müssen, dass sie wirklich nur die 5 Schokocroissants und den Lippenstift in der Tasche haben. In solchen Momenten werden Sie sich wünschen, mehr als nur "Je ne parle pas francais" sagen zu können. Denn während in den meisten europäischen Ländern auch englisch gesprochen wird, verstehen die Menschen in Frankreich fast nur französisch. Auch, wenn französisch sich nach Meinung von Namika "irgendwie nice" anhört, wenn man´s nicht versteht, sollen Sie zumindest die wichtigsten Sätze auf französisch kennen.

Hinweis: "Bounjour", "Baguette", "Oh la la" und "Camembert" sind keine ausreichenden Vokabeln für einen Aufenthalt in Frankreich.


Regel Nummer 8:

Veruschen Sie auf der Busfahhrt vom Bari nach Neapel lieber nipcht,,, Urlaubslipps aufzuschreiben, weil die Kllllapptische echt klein und die Sraßen ziemlich hholpprig sind.
Schreiben Sie lieber im Abteil der ersten Klasse im Zug von Dublin nach Belfast.


Regel Nummer 9:

Nehmen Sie das gute Deo mit.
Und nicht das, was Sie zufällig eh noch rumstehen hatten, aber wegen seiner geringen Wirksamkeit eigentlich nie benutzen. Nehmen Sie es auch nicht mit um es "unterwegs leer zu machen" bzw. Nur, wenn Sie noch ein effektiveres Deodorant dabei haben. Zwar sichert ein schwaches Deo nach zwei Tagen ohne Dusche (und glauben Sie mir, solche Zeiten wird es geben) ein eigenes Abteil im Zug, ist jedoch für die anderen Fahrgäste nicht sehr angenehm.


Regel Nummer 10:

Nur weil man das in Deutschland so macht, muss es woanders nicht auch so sein.
Diesen Tipp gab mir ein Italiener in Rom und ich finde, dass dies einer der wertvollsten Hinweise ist, die ich auf meiner Reise bekommen habe (Mindestens genau so hilfreich war der Hinweis am Hafen in Schottland. Ich fragte "Where does the bus stop?" und bekam als Antwort "At the bus stop") und obwohl er sich auf den Ticketkauf in Bussen bezog und mich somit zum Schwarzfahren animierte – was ich selbstverständlich niemals empfehlen würde – fasst er viele wichtige Regeln zu einer zusammen. Andere Länder, andere Sitten, wie es so schön heißt. Und solange Sie sich auf die Kultur anderer Länder einlassen und zumindest versuchen sich ein wenig anzupassen, wird Ihnen in der Regel immer jemand aus dem jeweiligen Land helfen, weil er ihre peinlichen Bemühungen nicht mehr erträgt.




Beispiele gelungener Konversationen in fremden Ländern


Beim Frühstück in einem Hostel in Griechenland

Anderer Gast: "Can I sit here?"
Ich: "yes, I always like to have some people"


An einer Kasse in Frankreich

"Est-ce que tu parle l´anglais?" (Sprichst du englisch?)
"Non" (Nein)
"...."
"...."


An einem Hafen in Italien

Ich: "Buon Giorno" (Guten Tag auf italienisch)
Hafenmitarbeiter: "Bonjour" (Guten Tag auf französisch)


An einem Bahnhof in Italien

Mann: Irgendwas auf italienisch
Ich: "......What?"

Weitere Hinweise für Smalltalk in Italien:
Sagen Sie lieber nicht "Gracias", das ist nämlich spanisch.
Sagen Sie auch nicht "Oui", das ist nämlich französisch.

Dienstag, 26. März 2019

Wie ich das Pirandello-Manöver fuhr. Zwei Mal!

Die Fortschrittarier in unserer Gesellschaft werden immer hektischer. Niemand hat mehr Zeit und keiner ruht sich mehr aus. Man will nach einem 10-Stunden-Tag nach Hause oder schnell zur Baustelle, weil die Schicht schon vor 3 Minuten angefangen hat. Vielleicht rasen sie auch einfach nur gerne. Deswegen gibt es heute einen Pro-Tipp für alle, die es immer eilig haben und auch die kürzeste Sekunde nicht vergeuden wollen. Es geht um PS und Geschwindigkeit, so viel sei gesagt. Wir befinden uns in Niedersachse Einöde, denn hier wurde das unmögliche geschafft. Mitten in Leese (das ist da, wo der Atommüll lagert) führte ich das sagenumwobene und dort einzigartige Pirandello-Manöver mit meinem Golf 3, aka der Waldschrat aus. Und das sogar zwei Mal. Dazu gehört wirklich eine Menge Glück, denn es kommt nur sehr selten zu so einer Gelegenheit. Doch nun ersteinmal dazu, was das eigentlich ist:

Bei diesem einzigartigen Trick wird mit einem PKW die Fußgängerampel in Lesse-"Mitte" umgangen, welche nur auf Knopfdruck reagiert. Aktiviert jemand das Lichtsignal, wird die Straße in Höhe des Parkplatzes vor dem Eiscafé für eine kurze Zeit unbefahrbar. Um hier keinen spürbaren Zeitverlust hinnehmen zu müssen, wird die Fahrt über diesen besagten Parkplatz fortgesetzt. Blinker setzen und rum ist hier die Devise. Und die Zeitplanung ist hier alles. Ist man zu weit von der Ampel entfernt, lohnt sich das Manöver unter Umständen nicht mehr, bzw. verlängert sich die Fahrtdauer, weil man die Autos von der Ampel erst wieder durchlassen muss. Ist man zu nah dran, kann es sein, dass man an der Zufahrt zu den Parkflächen schon vorbei ist.

Abgeleitet ist das Manöver im Übrigen von der Pirandello-Schleife, welche vom Bus der Linie 60 vollzogen wird. Aus Norden kommend dreht er hier seine Richtung. Ich konnte konnt selbst beobachten, wie der Bus bei roter Ampel vorbe auf den Parkplatz fuhr, was er im Regelfall sonst nicht tut.

Den genauen Ablauf des Manövers Sie hier der auf Karte:

Das Pirandello-Manöver: Rot - Die Ampel, Grün - Der Waldschrat

100 % Erfolg ist dann erreicht, wenn man die Rote Ampel hinter der nächsten Kurve nicht mehr im Rückspiegel sehen kann.
Im Prinzip kann man diese Route auch aus Norden aus kommend nehmen, allerdings ist dies sogar noch gefährlicher, da man hier die Gegenspur kreuzt. Aber probieren Sie es doch selbst einmal aus. Es ist der Wahnsinn. Autobahnschilder lügen nicht.



Montag, 18. März 2019

Über den Dächern der Stadt #3 (mit Gewinnspiel)

Obwohl wir nie danach gefragt haben, wurden uns diese anonymen Bilder zugespielt. Nach einem Qualitätscheck haben wir das Blockmist-Siegel gegeben und präsentieren hier: Über den Dächern der Stadt #3 (mit Gewinnspiel unten):


Der Ausblick von einem alten Gebäude

Ein Gebäude, dass ein anderes ist

nochmal dasselbe

Hallo Kranführer

Glaube dieses Gebäude gibt's nicht mehr

Dieses aber gewiss

Ich kann mein Haus sehen

Der erste der es schafft mir die Orte, von denen diese Fotos gemacht wurde, auf einer Karte zu zeigen, gewinnt ein Weißwurstessen mit mir! (Hinweise: es handelt sich stets um die gleiche Stadt und es werden 6 Orte gesucht; der Kommentar unter dem Post, der am Meisten Hate abliefert, wird beim nächsten Mal präsentiert; der Rechtsweg ist ausgeschlossen)
Und falls nicht: Keine Bange, es folgt Teil 4 mit einer neuen Chance..

Donnerstag, 7. Februar 2019

Der Block räumt auf

Zeit für ein ernstes Thema.

Der Plastikmüll ist in jeder Munde (wortwörtlich). Keiner will ihn, aber richtig etwas unternehmen will oder schafft auch keiner. Und teuer ist das auch noch. Ich muss das wissen, schließlich habe ich letztes Jahr versucht ein paar Wochen möglichst wenig Müll zu produzieren. Warum nie etwas von dieser Aktion zu hören gewesen ist? Weil es nicht besonders erfolgreich war.
Immerhin schippern jetzt Schiffe aufs Meer hinaus um etwas von dem Zeug aufzusammeln. Zwar nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, aber zumindest ein Anfang.

Aber mit kleinen Schritten fängt es an und ich finde Blockmist sollte auch seinen Teil zur Lösung beitragen. Und wir können den Hebel da ansetzen, wo es (glaube ich) noch keiner tut. In einer nahezu alltäglichen Situation, die jeder von uns kennt: Der Gang zum Dönermann.

Das ganze funktioniert in drei Schritten:

1.
Ihr gebt wie gewohnt eure Bestellung ab. Sollten vor euch noch Leute an der Reihe sein, dann dürft ihr gerne einen Moment warten. Vordrängeln ist hier aber begrüßenswert, da ruhig alle mitbekommen dürfen, was ihr vorbildliches vorhabt.

2.
Ihr lasst den Dönerfachmann seine Arbeit machen, lasst euch nicht von der Seite anquatschen und macht euch bereit für den wichtigen Schritt 3.

3.
Jetzt müsst ihr gut aufpassen, denn das richtige Timing ist das A und O. Sobald der Dönerfachverkäufer dein Essen in eine Tüte packen will, musst du mit folgendem beherztem Spruch eingreifen:

"Geht auch ohne Tüte"

Und schon habt ihr eine gute Tat vollbracht. Sprecht es ruhig ein paar mal laut aus, damit im entscheidenden Moment nicht nur Kauderwelsch rauskommt. Glaubt mir, mit der nötigen Routine fällt es leichter.

Ihr seid bereits fortgeschritten und möchtet lieber einen flotteren Spruch raushauen? Kein Problem, hier sind ein paar Alternativen:

"Pack mir das in eine Dönertasche ein",

"Ich (b)rauche andere Tüten"

Oder auch beliebt:

"erstick selber an deinem Müll".

Fallen euch noch weitere ein? Immer in die Kommentare damit ;)

Freitag, 11. Januar 2019

Die Deckmäntel der 111 059

Dies ist die Geschichte einer Lok. 
Hannover 2018. Ich warte auf meinen Zug am Hauptbahnhof. Gammel auf dem Bahnsteig rum, wie ich es häufiger mache. Ich warte auf den RE Richtung Nordsee über Nienburg. Doch kurz bevor es nach Hause geht, nähert sich von Rechts ein Zug der Netzinstandhaltung, ganz in Gelb, wie es sich gehört. Gezogen wurde das ganze von einer Lok der Baureihe 111. Gibt es nicht mehr so häufig, dachte ich mir. Ich mag Züge und ich mag Zahlen, weswegen ich die Nummer der Bahn vor lauter warten in mein Handy tippte, um zu schauen, ob es von ihr weitere Bilder oder Infos gibt. Eins eins eins null fünf neun. Ich staunte nicht schlecht, was alles über diese einzelne Lok herauszukriegen war.

Grundlegendes

Die Baureihe 111 wurde zwischen 1974 und 1984 in sechs Serien und insgesamt 227 mal hergestellt. Unsere Lok gehört zur ersten Serie 111 001-070. Produziert wurde sie 1976 bei der Firma Henschel in Kassel. Die Abnahme erfolgte am 27.04.1976. Ein altes Eisen. Die Fabriknummer lautet 31905.

Ärger mit den Stromabnehmern

Die ersten 111er-Serien hatten gelegentlich die Stromabnehmer tauschen müssen. Die schnellzugschleppende Baureihe 103 brauchte die verbauten Einholmstromabnehmer, die für höhere Geschwindigkeiten ausgelegt waren, und die langsameren Loks unserer Reihe bekamen dafür ältere Scherenstromabnehmer. Auf dem folgenden Bild sehen wir die 059 mit beiden Varianten zeitgleich, die gerade auch beide wunderschön am Draht hängen. Rechts langsam, links schnell. Außerdem sieht man sie hier in der original Farbgebung ozeanblau-beige.

Zwei verschiedene Stromabnehmer an der 111 059

Der Tapetenwechsel...

Später bekam die Lok ein uns bekannteres Äußeres. Die verkehrsrote/lichtgraue Lackierung wurde 1996 eingeführt. Auf dem Bild ist die 111 059 im Personenverkehr mit Doppelstockwägen eingesetzt. Außerdem wurde ein Zugzielanzeiger im Fenster verbaut.

Der Kassler unterwegs mit Dostos

... und der Jobwechsel

Raus aus dem Personenverkehr, rein in die Welt der Technik. Nach meinen Recherchen her, fährt die 059 so seit dem 01.03.2014 durch das Land. Und ungefähr so bekam ich dieses Gefährt vor Augen. Gelb mit gelben Wagen der Netzinstandhaltung.

Die 111er in der Netzinstandhaltung
Doch wo versteckt sich die Bahn, die in ganz Deutschland unterwegs ist? Anscheinend in Minden. Minden ist ein wichtiger Standort für die DB Systemtechnik. Hier ist sogar ein Triebkopf des ICE V, dem Ur-ICE ausgestellt. Hier rollt die 111 059 in Minden ein.

Desweiteren fand ich die 059 auch im Train Simulator...




... und sogar als echtes Modell. Biste verrückt.
 

Ich hoffe, ich konnte Sie etwas dafür begeistern mal die Augen nach diesem oder anderen Schienenfahrzeugen offen zu halten. Für mich ist es immer wieder spannend, was bei uns über die Gleise rollt.

P. S. Ich habe alle Bilder aus dem Internet geklaut

Samstag, 5. Januar 2019

Auf ein Neues!


Hallo Freunde und hallo 2019,



Wie geht es euch? Mir geht es gut. Unglaublich was letztes Jahr so alles ging. Ziemlich viel, was bestimmt damit zu tun hat, dass das Wetter meist mitgemacht hat. Der Block wurde mittlerweile fast 12.000 mal angeklickt und ist 4 Jahre alt geworden und damit schon im Kindergartenalter <3

Ich habe easy 7 Länder besucht und den Kili bestiegen, was ich mir schon jahrelang vorgenommen hatte. Leider musste ich letzteres aber teuer bezahlen, ich bin nämlich beim Abstieg hingefallen, was ich ja letztes Jahr vermeiden wollte. Aber wie das passiert ist muss man sich erstmal geben… Man versucht das ganze Jahr nicht hinzufallen, macht aber trotzdem alles mit: Ich bin gelaufen, geklettert, betrunken rumgetorkelt, bin auf Eisflächen gehüpft und noch vieles mehr. Bei nichts davon bin ich hingefallen, aber dann rutsche ich im Juni (!) auf einer Eisscholle aus. Unglaublich.
Trotzdem war das für mich ein sehr gutes Jahr. Komisch, dass man trotzdem immer das Gefühl hat, man erlebt zu wenig.. 

Daher wird es auch dieses Jahr wieder Zeit für eine neue Liste. Zum Beispiel möchte ich pfeifen lernen, um auch mal unverdächtig wirken zu können und nicht mehr von jeder Streife gefilzt zu werden. Zusätzlich müssen die gescheiterten Punkte vom letzten Jahr nachgeholt werden. Sehen Sie hier, meine Pläne für 2019: 



  •  Lernen wie man pfeift      🗸
  •  In 5 verschiedenen Gewässern baden
  •  2 Halbmarathon laufen      🗸
  •  Produktiver sein      🗸   
  •  Projekt Windrad abschließen      🗸
  •  1 neues Land besuchen
  • Meine Machete schwingen      🗸



Hinzu kommen natürlich die gescheiterten Punkte aus dem letzten Jahr gemäß §3 der To-Do-Listen-Regularien, da habe ich mir ein paar Dinge eingebrockt, denn wer weiß ob ich Brudi jemals wiedersehe…



  • Etwas größeres als 2017 umwerfen (> ein 9 m hoher Baum)      🗸
  • Brudi Matrosi einen ausgeben
  • Etwas lustiges im Anzug unternehmen
  • Traumtagebuch führen
  • Meine UltiMate-Forschungen abschließen
  • Gewitter Fotografieren
  • Nicht hinfallen
  • Einen Kurzfilm drehen



To be continued…
Weitere Ideen von euch? Einfach in die Kommentare!

Donnerstag, 3. Januar 2019

Der Goldene Writer 2018 - Das Ergebnis

Wir beauftragten ein Logistikunternehmen mit dem Transport des kostbaren Preises
Der Block ist mal wieder schneller als die Polizei erlaubt. Am 31.12.2018 wurde in unserem Gruppenchat bekanntgegeben, wer der Goldene Writer für das kommende Jahr sein wird. Mit einem kleinen Delay von nur drei Tagen berichten wir nun auch hier für Sie. Machen wir es kurz: 


Es war ein spannendes Kopf an Kopf-Rennen, welches nur sehr knapp entschieden wurde. Irgendwann stand es mal 2 zu 2 zu 2 zu 1 und dann weiß auch keiner mehr wie genau das passiert ist, aber es ist amtlich. Der Goldene Roland wurde am selben Tag auch schon gleich überreicht. Ein Jahr lang trägt Karo nun den Titel des Blockmists. Der Goldene Roland, so wird der Preis genannt (in Fachkreisen auch gerne der Güldene Roland, weil es so altbacken klingt), wird dann im nächsten Wettbewerb wieder weitergegeben.
Wir hoffen dann wieder auf eine rege 
Teilnahme, denn Sie wissen ja:
Die Preisübergabe
Blockmist will dich!

Samstag, 15. Dezember 2018

Der Goldene Writer 2018 - Die Abstimmung

Es geht los, wehrte Freunde der Straßenkämpfe, Fußballschlachten und Maumau-Runden. Der Goldene Writer geht in die erste Runde! Stimmen Sie ab für Ihren Lieblingsbeitrag. Mit dabei sind:
Daniel H. mit Das Verborgene unter dem Block
Ein spannender Einblick in den Untergrund Hannovers mit Bildern. Zu uns gesendet durch Flaschenpost.
Alex V mit Der Akkordeonspieler von Lehrte (Krimi)
Ein unkonventionell geschriebene Geschichte, quasi ein Experiment der Literatur. Spannung garantiert.
Philipp H. mit Erdnusskerne
Er freute sich über seinen Geburtstag und verpackte dies in anscheinend wirre Worte. Steckt da vielleicht mehr hinter?
Karo Kolumbus mit "Gehen Sie lieber nochmal raus, wenn Sie was zu erledigen haben"
Wer kennt es nicht? Das Warten beim Arzt. Hier aus der Sicht unserer BM-Schreiberin.
Stimmen Sie ab über E-Mail, den Chat, Facebook (Der Bauwagenkanal), Twitter oder als angemeldeter Nutzer über unsere Kommentarfunktion weiter unten. Steht auch alles unter Kontakte.
Der Gewinner erhält Ruhm, Macht und einen Wanderpokal.