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Montag, 4. Januar 2021

Aufbackbrot

Es erwartet Sie im Folgenden ein hochgelobtes Meisterwerk der mehrfachen Literaturnobelpreisträgerin Karo Kolumbus.
Besonders hervorzuheben ist hierbei, wie der Gesellschaft der Spiegel vorgehalten und unsere selbst erschaffene Realität in Gänze hinterfragt wird. Ein Werk, das Fragen aufwirft und uns einen Blick werfen lässt auf die Absurdität dessen, was uns so selbstverständlich scheint. Und das in einer Kürze und Brillanz, die von anderen Autoren unerreicht bleibt.
Eine Geschichte, so voll Tiefgründigkeit und doch aus dem Leben gegriffen - denn all das hat sich in der Hamburger Hochbahn tatsächlich so zugetragen.



„Vielleicht sollten wir sie noch mal fragen“, sagt die Frau neben mir. „Was das sein soll.“
Ich werde neugierig. „Ja, aber ich hab davon noch nie gehört“, sagt einer der beiden Männer, die ihr gegenüber sitzen. Mir sitzt nur eine Frau mit vier großen Einkaufstüten gegenüber.
„Was soll das denn bitte sein?“ fragt der Mann. „Aufbackbrot?“ Er betont es überdeutlich, fast schon abwertend. Als würde es albern klingen.
„Keine Ahnung, aber nachher denkt die, wir sind bescheuert, wenn wir das nicht kennen. Ich hab das doch auch noch nie gehört!“
Ich hab das auch noch nie gehört, denke ich. Aufbackbrot. Was soll das sein? Aufbackbrötchen, ja, die kenne ich. Aber Aufbackbrot?
„Vielleicht ist das ja wie Aufbackbrötchen.“, sagt die Frau „Nur halt Brot zum Aufbacken“
„Ach“, sagt der Mann abfällig und verdreht die Augen. „Das habe ich aber noch nie gesehen“. Ich hab das auch noch nie gesehen, denke ich. Aufbackbrot.
Der andere Mann schaut nur mit hochgezogenen Augenbrauen zwischen den beiden hin und her. Wieso habe ich das noch nie gesehen? Also Aufbackbrot. Aufbackbrötchen gibt’s doch auch. Wieso nicht Aufbackbrot? Oder habe ich das nur einfach noch nie im Supermarkt gesehen? Und wieso hat mir das bis heute nie gefehlt? Brötchen, die sind aufgebacken doch super. Da kommt man auch von selber drauf. Aber Brot? Ich hatte noch nie Lust darauf, ein Brot aufzubacken. Zu backen vielleicht, aber AUFzubacken? Gibt’s das überhaupt, Aufbackbrot? Wäre das gut? Die Frau neben mir sagt nur „Naja egal. Aber komisch ist das schon.“ Ja, komisch ist das mit dem Aufbackbrot. Aber ich weiß nicht, was komischer wäre. Dass es kein Aufbackbrot gibt, obwohl es Aufbackbrötchen gibt; Dass es Aufbackbrot gibt, aber weder ich noch die drei züfällig neben mir sitzenden Personen je davon gehört haben; Oder dass nie jemand darüber nachdenkt, ob es Aufbackbrot gibt.
Aufbackbrot, denke ich wieder. Gibt es das? Es gibt doch auch Aufbackbrötchen. Sonntags Brötchen aufbacken, das kennt man. Aber Brot aufbacken? Davon habe ich noch nie gehört. Ich überlege wieder, ob das gut wäre. Ich kann es mir nicht vorstellen. Plötzlich habe ich Angst, dass ich Aufbackbrot will und es das dann gar nicht gibt.
Ich google.
Ich finde Aufbackbrot.
Glutenfreies.
Aber so richtiges normales Aufbackbrot? Aufbackbrötchen, ja, die finde ich. Aber Aufbackbrot? Eins habe ich gefunden. Das glutenfreie. Google korrigiert meine Suchanfrage nicht. Fragt nicht, ob ich Aufbackbrötchen meinte. Google kennt Aufbackbrot. Ich nicht. Es zeigt mir aber Brötchen an. Und das glutenfreie Aufbackbrot.
Aufbackbrot, denke ich wieder. Wieso gibt es davon so wenig? Vielleicht, denke ich, weil nie jemand wirklich darüber nachgedacht hat.

Donnerstag, 17. Dezember 2020

Make Stolzenau great again

Es begann in den 1960ern mit dem Abriss des Schlosses und es wurde bis heute nicht besser. Jetzt macht die Post zu, das Krankenhaus ebenfalls. Die alte Sparkasse wurde für einen Rewe-Neubau abgerissen. Die einstige Kreisstadt Stolzenau hat mit vielen Veränderungen zu kämpfen.

Der Kosovo unter den Landkreisen: Die Autonome Region Mittelweser

Viele Institutionen wurden oder werden nach Nienburg abgegeben (Post, Krankenhaus) oder wurden dahingehend eingegliedert (Sparkasse Stolzenau). Ein Zustand, den der Blockmist so nicht akzeptieren kann. Wir fordern, zur Stärkung des jetzigen Nienburger Südkreises, die Strukturen des alten Landkreises Stolzenau zurück und nehmen uns zeitgleich ein Beispiel an der Autonomen Region Südniedersachsen, die es vorgemacht hat, wie es gehen kann. Zwischen Diepenau und Rehburg-Loccum machen wir unseren Bums zukünftig wieder selbst! Es ist Zeit für den Stolxit!

Allerdings müssen wir einsehen, dass wir uns in unserer jetzigen Lage keinen Harten Stolxit erlauben könen, weshalb über Freihandelszonen mit Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen nachgedacht wird. Die Autonome Region Mittelweser bleibt auch im Schengenraum.

Um die Wirtschaft anzukurbeln, setzt die AR MW versärkt auf Tourismus. Deutsche, die günstig einen Auslandsurlaub planen wollen, gerade zu Corona, sind eine wichtige Zielgruppe. Anreise per Bahn bis Leese oder Uchte möglich. Natürlich werden Baguettes jeder Art legalisiert, was auch den einen oder anderen Gast in die Region holt. 

Also zögern wir nicht zu lange und legen los. Beckmeyer wird abgewählt und das Rathaus neu besetzt. Make Stolzenau great again!

Dienstag, 13. Oktober 2020

Neuer Post

 Stellt euch vor.

Ein Mann Pupst. 

Eine Frau Pupst. 

Ein/s/e/er Divers/es/e/er Pupst. 

Ein Lachs Pupst. 

Eine Lachsin Pupst. 


"Wo ist der Unterschied? " fragt ihr euch. 

Nun. 

Da gibt es wahrscheinlich einige, oder auch keinen. 

Ansichtssache. 

Fackt ist das es bei der Gattung Lachs wahrscheinlich Blubbert. Vorausgesetzt sie können Pupsen. 

Allerdings erzeugt alles co2. "Oh nein, jetzt bloß nicht so ein scheiß" 

Warte, warte. 

Geht doch bitte einmal tief in euch. 

Schließt die Augen. 

Atmet 26x tief ein. 

Ihr hört die Vögel fliegen und seht die Wellen rauschen. 

So, weiter im Thema. 

Wir sind beim pups co2. 

Also, pups = schlechte Luft. 

Baum sagt," Die nehm ich. Mach ich wieder gute von." 

Macht der auch. 

Aber wo bleiben die Schadstoffe? Bleiben sie im Stamm? Im Material? 

Mal angenommen ich Schneid einen Baum in Scheiben, setze ich die Schadstoffe wieder frei? Oder bleibt es und jeder stellt sich anhand der Möbel die daraus resultieren pups in die Wohnung? 

Jeder kennt Feuerzeug und Pups aus den sozialen Medien oder konnte auch selber schon Erfahrungen sammeln, was passiert wenn man beides kombiniert. 

Ist der Baum voll mit Pups, brennt der Wald, fertig. Ist Fackt. 

Wäre ein Baum weniger voll mit Pups, könnte ein Baum weniger Waldbrannt sein. (Achtung Theorie, nicht bewiesen) 

Also Theoretisch, könnten wir alle einen Teil zum Klimaschutz und der Erderwärmung beitragen wenn wir auf Drogerieartikel wie Bohnen oder Eier Verzichten. Oder wir fangen alle an auf Fortbewegung zu verzichten. Wir alle wissen das Pferde oder Esel auch Pupsen. 

Oder Autos. Auch ein sehr schwieriges Thema. Da will man der Welt etwas Gutes tun und fährt elektrisch. Nene sorry so nicht Freunde. Auch ein Ledersitzt hat mal gepupst. 

"Mein Hackfleisch hat mal gepupst"

Oder, 

"Der Landwirt der mein Bio Radisschhen mit seinem Hightech ertnegerät erntet hat auch mal gepupst"

Könnten jetzt einige von euch rufen. 

Richtig. 

Aber auch der Bambus, der ja bis zu 1,6METER! am Tag wächst, macht dies auch nur irgendwie 2 Tage im Jahr wenn gerade Saison ist oder so. Aber auch sonst braucht er unendlich viel Wasser. 

Wenn ihr euch jetzt also fragt was hier phase ist. Ich habe die Lösung für all unsere selbstgemachten Probleme. 

Problem:

 Nr.1. Archive und Aufzeichnungen. 

  Ohne sie wüssten wir gar nicht was gestern war. 

Nr.2. Kalender. 

  Wenn wir das Jahr 2020 beenden, könnten wir auch wieder 1021 weiter machen, da war anscheinend auch alles "cool" . 

Nr.3. Alles Easy. 

  Wenn du jünger bist als ich, solltest du dir  mehr sorgen machen als ich. 


Lachse schwimmen zum lieben gegen den Strom. 

Vielleicht kann man ja auch gegen die Zeit lieben? 

Jeder Schritt ist scheiße. Die evulotion ist scheiße. Die Viehhaltung ist scheiße. Die Agrarwirtschaft ist scheiße. Die Unterscheidung zwischen Mann und Frau ist Scheiße. Die Wahl zwischen Trump, Biden, Merkel, Putin und Kim Jong-un ist scheiße. Der Markt der dir das gibt was du jetzt auf der Stelle haben willst ist scheiße. 



"Oh nein, in meiner Lasagne ist Pony drin" 

Schmeckt das den anders, neben den ganzen konservieerungsstoffen? 

Wäre das irgendjemanden aufgefallen wenn für diese "zufällige Entdeckung" jemand Freitags die Schule geschwänzt hätte? 



Bekenn dich einer Religion an, damit das auch in Zunkuft Kriege verursacht. 



Bestiehl Schwache.


Wehr dich gegen starke, dann bist du keine leichte Beute mehr. 


"jeder sollte eine Million Euro haben"

Dann hätte jeder genau so wenig wie jetzt. 


"WD-40 taugt nur zum reinigen." 

Habe ich selber Jahre lang falsch benutzt. 






Yolo 




Samstag, 5. Januar 2019

Auf ein Neues!


Hallo Freunde und hallo 2019,



Wie geht es euch? Mir geht es gut. Unglaublich was letztes Jahr so alles ging. Ziemlich viel, was bestimmt damit zu tun hat, dass das Wetter meist mitgemacht hat. Der Block wurde mittlerweile fast 12.000 mal angeklickt und ist 4 Jahre alt geworden und damit schon im Kindergartenalter <3

Ich habe easy 7 Länder besucht und den Kili bestiegen, was ich mir schon jahrelang vorgenommen hatte. Leider musste ich letzteres aber teuer bezahlen, ich bin nämlich beim Abstieg hingefallen, was ich ja letztes Jahr vermeiden wollte. Aber wie das passiert ist muss man sich erstmal geben… Man versucht das ganze Jahr nicht hinzufallen, macht aber trotzdem alles mit: Ich bin gelaufen, geklettert, betrunken rumgetorkelt, bin auf Eisflächen gehüpft und noch vieles mehr. Bei nichts davon bin ich hingefallen, aber dann rutsche ich im Juni (!) auf einer Eisscholle aus. Unglaublich.
Trotzdem war das für mich ein sehr gutes Jahr. Komisch, dass man trotzdem immer das Gefühl hat, man erlebt zu wenig.. 

Daher wird es auch dieses Jahr wieder Zeit für eine neue Liste. Zum Beispiel möchte ich pfeifen lernen, um auch mal unverdächtig wirken zu können und nicht mehr von jeder Streife gefilzt zu werden. Zusätzlich müssen die gescheiterten Punkte vom letzten Jahr nachgeholt werden. Sehen Sie hier, meine Pläne für 2019: 



  •  Lernen wie man pfeift      🗸
  •  In 5 verschiedenen Gewässern baden
  •  2 Halbmarathon laufen      🗸
  •  Produktiver sein      🗸   
  •  Projekt Windrad abschließen      🗸
  •  1 neues Land besuchen
  • Meine Machete schwingen      🗸



Hinzu kommen natürlich die gescheiterten Punkte aus dem letzten Jahr gemäß §3 der To-Do-Listen-Regularien, da habe ich mir ein paar Dinge eingebrockt, denn wer weiß ob ich Brudi jemals wiedersehe…



  • Etwas größeres als 2017 umwerfen (> ein 9 m hoher Baum)      🗸
  • Brudi Matrosi einen ausgeben
  • Etwas lustiges im Anzug unternehmen
  • Traumtagebuch führen
  • Meine UltiMate-Forschungen abschließen
  • Gewitter Fotografieren
  • Nicht hinfallen
  • Einen Kurzfilm drehen



To be continued…
Weitere Ideen von euch? Einfach in die Kommentare!

Donnerstag, 8. November 2018

Kennen Sie Kaupmannahöfn?

Petershagen, Stadthagen, Kopenhagen? Nee.
Wilhelmshaven, Bremerhaven, Kopenhagen? Jawollek. Aber warum?

Ist wie so vieles historisch bedingt. Und ich glaube, viel historisch Bedingtes sollte man mal über Bord werfen und ausbessern. Und Kopenhagen ist dafür ein hervorgeragtes Beispiel.

Das Problem ist die Endung -hagen. Dieser kann zu Verwirrungen führen. Laut Wikipedia ist ein Hag ein meist von einer Hecke eingehegtes bzw. eingefriedetes Gelände. Der Wortbestandteil -ha(a)g(en) weist als verbreiteter Flur- oder Ortsname auf diese frühere Siedlungsform hin.
Man kennt es von den oben genannten Beispielen oder auch von Den Haag.

Der dänische Name lautet København©. Hier steht die Endung -havn ganz offensichtlich für -hafen.


Weiter heißt es im Text: Im Mitteldänischen hieß die Stadt Køpmannæhafn, was mit „Kaufmannshafen“ bzw. „Hafen der Kaufleute“ zu übersetzen ist. [...] Auf Isländisch heißt die Stadt heute noch Kaupmannahöfn sowie Keypmannahavn in färöischer Sprache.

Unsere Übersetzung kommt vom englischen Copenhagen und keine Ahnung woher das wieder kommt. Also haben wir eine Übersetzung aus einer anderen Sprache übernommen und verstehen daher nicht mehr die ursprüngliche Bedeutung. Das ist doch scheiß. Ich schlage deswegen vor, diese Variante des Namens nicht mehr länger zu verwenden. Folgende teils bereits genannten Alternativen würde ich Vorschlagen:

København©: Das Original.
Köbenhavn: Das Original mit eingedeutschtem ö.
Köbenhaven: Ich kaufe ein e
Kaufmannshafen: Ganz in Deutsch

Gerne können Sie es mich wissen lassen, welche Variante Sie bevorzugen oder weitere Fälle wie diesen nennen.

Soeben denke ich übrigens darüber nach, ein Blockmist-Wörterbuch zu kreieren, damit die Jugend weiß, wie man sich am Küchentisch mit Muddi auszudrücken hat.

Sonntag, 23. September 2018

In einem Land vor eurer Zeit - Der Block wurde gestern 4

Was haben wir nicht schon verpasst? Eigentlich fast alles. Die erste Mondladung, Woodstock, Gladiatorenkämpfe bei die Römers. In den 2018 Jahren, in denen es diesen Erdball gibt, haben wir kaum was mitbekommen was wirklich geil war. Nichts desto trotz kann die B↗-Crew auf eine lange Internetgeschichte zurückblicken. Immerhin da waren wir von fast Anfang an dabei. Heute werfen wir mal einen Blick auf die cyberarchäologischen und vorwlanschen Überreste von uns und was es sonst noch gab.

2007 - Die ersten Homepages

Damit fing der ganze Scheiß an. Eine eigene Homepage basteln. So gut wie jeder hatte sich eine über den Hompege-Baukasten erstellt. Das war State of the Art, ich sage es euch. Viele verschwanden wieder, einige halten sich bis heute. Zum Teil in einem aktuellen Zustand, wenn auch mit geringer Relevanz, manche sind in 2007 stehengeblieben. Dort wurden auch die ersten Produkte beworben, wie zum Beispiel die Keine Hose von Keine & Co.
2007: Mammuts, Speere, Paint

Jetzt neu: Tragen Sie Keine Hose! Haha, witzig!

Außerdem hatte ich mal eine Homepage über eine Sci-Fi-Geschichte, die ich mir ausdenken wollte. Die habe ich aber irgendwann wieder gelöscht, weil die jemand aus der Schule entdeckt hat und mir das peinlich war :D Das ist auch schon gute 10 Jahre her.

2008 - YouTube

3 Jahre nach dem Start der Videoplattform kamen auch die ersten, wenn auch sehr unspektakulären Videos an den Start. Konzertmitschnitt der Die Ärzte in Uelzen, Cheap ass Skateboardtricks und sowas.
Hier ein kleiner Überblick, was sonst so dabei rumgekommen ist.

200? - Die Blogs vor dem Block

Blogs waren damals eher so eine Skatersache. NoFamily, Mosaik und Kabeljau sage ich da nur. Es gab mehrere von ihnen. Da hatte ich vor unserem Block kaum was mit zu tun. Am Erstgenannten war ich grafisch etwas beteiligt. Letztgenannten kennt ihr von unserem Banner.


Alles was dann kam, kam nach dem Block, wie der Bauwagenkanal oder Blockmist_Beschichtungstechnik. Was wird als nächstes kommen? Dank Artikel 13 gibt es bald schärfere Gesetze im Cyberspace, deswegen dachte ich an etwas ganz oldschooles:


Blockmist - Das Magazin. Nachschlagen, was keinen interessiert! Pro Quartal so 'ne Schmonzette, die wir dann auf dem Wochenmarkt für einen Apfel und für ein Ei an die Laufkundschaft verscherbeln. Na, wenn das kein Renner wird..!

Sonntag, 10. Dezember 2017

Der Greis vom Abstellgleis

Tschu tschu! Vorsicht an den Gleisen! Was heute in den Bahnhof einfährt, ist blau, ungeduldig und frech. Und hat mittlerweile wahrscheinlich einen Bart bis nach Meppen. Sehen wir es doch ein: Thomas, die kleine Lokomotive ist echt nicht mehr up to date. Mitte der 40er erfunden, heute unverändert als Computeranimation auf den Nebenstrecken Sodors unterwegs. Doch auch die sind möglicherweise nach gut 70 Jahren mittlerweile elektrifiziert und Thomas ist auch schon im Museumsbahnalter angelangt, weswegen ich mir eine Frage stelle: Was wäre, wenn Thomas, die kleine Lokomotive, eine aktuelle Rangierlok wäre? Diesel war schon lange der Meinung, dass die Dampfloks vor dem Aus stehen. Er sollte recht behalten.

Den wichtigsten Punkt vorne weg: Thomas zieht auch Personenwagen. Dabei sind Rangierloks in der Regel nur an Bahnhöfen vorzufinden und weisen spezielle Werte auf, die bei Streckenlokomotiven nicht gegeben sind (Höheres Gewicht für mehr Kaft, etc). Während Thomas und Gordon, zum Beispiel, augenscheinlich nur anhand der Größe unterscheiden ist die Sache in Wahrheit wesentlich komplizierter.
Viele Rangierloks sind heute noch Dieselbetrieben. Und verfügen über einen Mittelführerstand.
Moderne Langstreckenbaureihen haben dagegen in der Regel zwei Führerräume, dass heißt: Thomas hätte nun vielleicht zwei Gesichter. Und auch möglicherweise zwei Persönlichkeiten.
Prominentestes Beispiel hierfür wäre wohl CatDog, das Hunde-Katzen-Wesen, welches sich selten gut verträgt. Wie würde das bei Thomas aussehen? Würde die nicht genutzte Gesichtspartie auf der Stecke schlafen legen? Die Passagiere im vordersten Wagen beobachten? Scheiße bauen, beispielsweise Notbremsen oder seinen Stromabnehmer benutzen um Lichtbögen zu erzeugen? Wir können es nur erraten. Vielleicht summt es auch die Tonleiter, so wie der Taurus der ÖBB (Siehe Video. Das Ding ist der Hammer).

 

Seine grundsätzliche Funktion des Rangierens würde bei vielen Personenzügen nicht mehr benötigt werden, da diese meistens auf der gegenüberliegenden Seite der Lok einen Steuerwagen besitzen, der die Lok ansteuert und diese somit die Garnitur anschiebt. Beispiel: RailJet. Oftmals wird die Lok auch durch einen Triebkopf ersetzt und ist somit quasi fest integriert. Siehe ICE und KISS. Also müsste sich Thomas den ganzen Tag mit den quängeligen und lauten Güterwagen rumschlagen. Sicher kein schöner Job.
Man beachte den mächtigen Maulkorb


Fazit: Thomas wäre nun keine kleine Lokomotive mehr, sondern ein richtiger Bulle auf Schienen. Meine Vorstellung dazu seht ihr rechts. So ein Remake würde ich mir auf jeden Fall mal reinziehen. Den Vorschlag könnte man auf jeden Fall mal einreichen.

Mittwoch, 8. November 2017

Warum der Zweite Todesstern nicht hätte sein müssen

Lief je etwas besseres in den Kinos als Star Wars? Wohl kaum. Ich bin großer Fan und weiß die vielen Details und Hintergrundgeschichten, die es zusätzlich gibt, sehr zu schätzen. Der erste Film hieß damals schlicht Star Wars, beziehungsweise in Deutschland Krieg der Sterne und hatte allem in allem eine abgeschlossene Handlung. Diese endete bekanntermaßen mit der Zerstörung des Todessterns. Nun sollte irgendwann das Empire back striken, weswegen die Handlung folgerichtig fortgesetzt werden musste. Unter anderem führte man den Imperator ein, um Darth Vader zu entlasten und ihn nicht mehr länger als Hauptbösewicht hinzustellen. So weit so gut. Problem war eher, dass die absolute Massenvernichtungswaffe, die dem Imperium als Machtinstrument dienen sollte ja schon im ersten Teil zerstört worden war. Was nun, George? Ja, machen wir das selbe doch nochmal. Zweiter Todesstern. Größer, mächtiger, gefährlicher. Genial.
Der Zweite Todesstern



Aber was wäre nun gewesen, wäre Star Wars von Anfang an als Trillogie geplant worden? Hätte sich da groß was geändert? Meiner Vorstellung nach hätte der Erste Todesstern alle Teile überstanden, das hätte mir wesentlich besser gefallen. In Rogue One wurde er so imposant inszeniert, vor allem bei dem Angriff auf Scarif, dass man gar nicht glauben kann, dass er so schnell zu zerstören und zu ersetzen sein könnte. Die Raumstadtion außer Gefecht zu setzen hätte mir im ersten Teil genügt. Den Schuss in den Luftschlitz hätte man bei der Schlacht von Endor gesetzt, aber da feige dieses halbfertige Baugerüst anzugreifen? Schade Schokolade. Planung ist alles. Der Zweite Todesstern ist für mich ein Beispiel einer nicht zu Ende gedachten Story.
Auch im Nachhinein Dinge zu verändern, die dann doch nicht mehr gefallen, ist jetzt nicht das Gelbe vom Ei. Ich spreche da von Han shot first und solchen Schoten. Wäre das zum Beispiel gleich so gedreht worden, hätte es niemanden tangiert. Über die CGI in den neuen Varianten lässt sich streiten. Ich finde nicht alles schlecht, nur vieles verstehe ich nicht und hätte ich auch nicht gebraucht. Unverzeihlich bleibt im Grunde nur der neue Kanon von Disney, der so vieles kaputt macht, aber davon möchte ich jetzt gar nicht anfangen.
Wobei natürlich auch viele Punkte, da wollen wir mal nicht so sein, schon damals bedacht und gut gemacht wurden: Seien es die Erwähnung der Klonkriege, Ben Kenobis Vorgeschichte oder Anakins Vergangenheit als Rennfahrer. Vieles findet sich dort schon wieder, was für die chronologisch verkehrten Filme wichtig ist.
Auch wenn Star Wars nur so vor Fehlern strotzt, auch inhaltlich, was die schlimmsten Fehler sind, zählt es nicht umsonst als absoluter Kult. Nächsten Monat gibt es Episode VIII und darauf freue ich mich.

Herzlichst,
Ihr Captain Einsicht

Mittwoch, 13. September 2017

Machbarkeitsstudie für Projekt GoPro-Flaschenpost

Grundgedanke: Eine Flaschenpostreise in Bildern aus der Flasche festhalten
Umsetzung: Eine Actioncam in einem Behältnis ein Zeitraffer erstellen lassen.

Was benötigt wird: Gefäß, Kamera, Stativ, Powerbank, Gewichte

Probleme:
  1. Gefäßmaße
  2. Akkuleistung
  3. Speicherkapazität
  4. Bildqualität
  5. Streckenführung
  6. Wiederbeschaffung
Problembehandlung:

1. Eine große Öffnung wird benötigt, oder die Technik muss anderweitig eingeführt werden (z. B. aufschneiden, Risiko wäre Wassereintritt durch undichte Stellen und Gefahr der Sichtverschlechterung)

2. Es wird eine externe Energiequelle, am sinnvollsten eine Powerbank, benötigt. Maße müssen für das Gefäß geeignet sein. Eine GoPro nimmt nur ca. 3,5 Stunden mit einem Akku auf, eine Powerbank lässt sich aber währen den Aufnahmen anschließen.

3. Größte Speicherkarte, kleinster Intervall für das Zeitraffer. Sicher verdaut nicht jede Actioncam jede Speicherkartengröße und wechseln geht auch schlecht. Im Noffall müsste die Qualität drunter leiden.

4. Das Behältnis sollte, wie eine Boje, unten schwer sein, damit die Kamera gerade schwimmt. Sand könnte sich eignen, sollte aber wie bei einem Sandsack abgefüllt werden.

5. Breiter Fluss mit wenig Aneckmöglichkeiten, wie z. B. ein Kanal (Mittellandkanal). Allerdings darf das Behältnis nicht den Schiffsverkehr stören. Schon aus Gründen der eigenen Sicherheit. Da eignet sich eher ein nicht befahrener Fluss (z. B. Aller). Auch Schleusen und Dämme könnten durchaus Probleme bereiten. Vor Wildwasserfahrten müsste die Kamera gut gesichert werden.

6. GPS-Ortung, Schreiben mit Anschrift und des Absenders. Die Gefahr des Verlustes des Equipments bleibt aber immer hoch. Bei dauerhafter Ortung könnte man aber vor der Kamera am Ziel sein um sie aus dem Nass zu fischen.

Fazit: Könnte irgendwann mal umgesetzt werden, aber wird, sehen wir es realistisch, nicht kommen. Dazu ist der Aufwand zu groß, auch wenn mir der Gedanke gefällt.
Falls sich jemand die Idee kauen möchte: Bitteschön!


Sonntag, 23. April 2017

Deutsche Sprache (vereinfacht) - Anleitung zur light version

Die Wurzeln unserer deutschen Sprache sind uralt und befindet sich seit Anbeginn im stetigen Wandel. Ich vertrete die Meinung, dass man all den hundert Jahren nun einmal das geschriebene und gesprochene Wort bereinigen sollte. Das würde der Sprache zwar ein Stück die Seele rauben, aber zum Wohl aller nachfolgenden Generationen sollte man es trotzdem machen. Dazu habe ich mir ein paar Vereinfachungen rausgesucht, die man in den kommenden 50 bis 100 Jahren in die Tat umsetzen sollte. Vielleicht durch einen fließenden Wechsel, also eine Neuerung nach der anderen einführen. In dem Zeitraum wären noch beide deutsche Sprachen gültig.

Alle Punkte sind  noch nicht ausgereift, und dienen nur als mögliche Beispiele, da ich nun auch nicht alle Regeln der Sprache beherrsche. Falls das hier mal ein Germanistikstudent oder sowas in der Art lesen sollte, der von der Idee was hält, dann können wir gerne daran arbeiten.

1. Artikel reduzieren

Vergessen Sie der und die: Es gibt nur noch das als einzigen Artikel. Dies stellt wohl die wichtigste und effektivste Änderung dar, da wir uns hier sinnfreies auswendiglernen sparen. Englisch dient uns hier als Vorbild.

2. Buchstaben streichen

Vorne weg das ß. Leicht durch ein Doppel-S zu ersetzen (Alternative Variante: Alle Doppel-S durch ß ersetzen). Auch den Buchstaben v kann man grundsätzlich durch f oder w tauschen.  Das selbe gilt für q, bzw. qu= k. In Fremdwörtern oder Eigennamen wären sie natürlich weiterhin erlaubt. Über die Umlaute kann man streiten, würde ich allerdings drin lassen.

3. Zahlen umdrehen

Womit ich selber gelegentlich Schwierigkeiten habe sind mehrstellige Zahlen. Dreiundsiebzig zum Beispiel wäre in Deutsch (vereinfacht) die Siebzigunddrei.

4. Ch und sch verkürzen

Wie im Dänischen das Doppel-A durch ein Å ersetzt wurde, sollten wir das ch und sch durch nur einen Buchstaben ersetzen. Beispiel für einen Buchstaben: Ch = Ć, Sch = Ś

5. Nomen werden klein geschrieben

Hat den Vorteil, dass es zu keinen Problemen mehr mit nominalisierten Verben und Adjektiven kommt. Satzanfänge und Eigennamen behalten ihre Großbuchstaben.

5. Semikolon fällt weg

 Benutzt kaum einer, kann ansonsten durch einfache Satzumstellung umgangen werden.

6. Aussprache von St und Sp

Diese Buchstabenkombis sollten wieder die klassische Aussprache erhalten. Wie zu Omas Zeiten ohne das sch.

7. Den Plural vereinfachen

Jede Mehrzahl endet auf -s, -e oder -n, ohne den Singular weiter zu verfremden.
Beispiele: Fensters, Fernsehrs, Schranke (von Schrank), usw.

Beispieltext:


Wer reitet so spät durch naćt und wind?
Es ist das fater mit seinem kind.
Er hat das knaben wohl in dem arm,
Er fasst ihn sićer, er hält ihn warm.

Sie sehen: Es ist gar nicht so schlimm wie es scheint. Die Umsetzung ist auf lange Sicht gesehen notwendig und macht die deutsche Sprache so wieder konkurrenzfähig.

Weitere Überlegung war noch der Wegfall der Sie-Form bei Anreden. Auch hier ein Vorbild des Englischen. Jeder wird nur noch geduzt. Halte ich aber für schwierig umzusetzen.

Falls es noch weitere Vorschläge gibt, sagen Sie es mir, ich werde meine Liste dementsprechend erweitern.
bzw.
Falls es noch weitere forśläge gibt, sag es mir, ich werde meine liste dementsprechend erweitern.

Sonntag, 11. Dezember 2016

Das MiNI-Europa - Hoya = Hammerfest

Blockmist deckt auf! Nach der Palmenlüge und dem Trump-Sieg nun die nächste Kuriosität. Wir führen Sie nun zum größten Miniaturkontinent der Welt.

In mitten Deutschlands liegt ein kleines Europa!


Es nennt sich Landkreis Nienburg/Weser, befindet sich in Niedersachen an der Grenze zu Ostwestfalen zwischen Hannover und Bremen und sieht seinem großen Vorbild sehr ähnlich.

Experte Alfred Hardcore dazu: "Sehen Sie sich die gesamte Westküste an! Von Spanien, Frankreich bis hin zu Norwegen ist alles vertreten und originalgetreu kopiert."

Nur was war zuerst da? Die geologische Form Europas oder die Landesgrenzen in Niedersachsen?

"Das lässt sich leider nicht mehr rekonstruieren,", so Experte Hardcore, "aber wir vermuten, dass das eher ein Zufall ist und beides ungefähr zur gleichen Zeit entstanden ist."

Griechenland kein Teil Europas?

Es fällt auf, dass Griechenland nicht auf der Nienburger Karte erscheint. Und in den Bereich Schaumburg/Hannover fällt. "Ein bischen Schwund ist immer oder vielleicht liegt es auch einfach an der Gebietsreform von '74, wer weiß das schon.", vermutet unser Experte. "Auch Großbrittanien ist nicht zu finden, hängt höchstwahrscheinlich mit dem Brexit zusammen."

Und wer jetzt meint, man könne am weißen Sandstrand von Münchehagen unter Palmen Urlaub machen und Dinos beobachten, den müssen wir leider enttäuschen: Da wo die Schönheit Italiens endet, da fängt Pollhagen erst an.