Montag, 29. Mai 2017

Zug um Zug - Eine Reise zum Schwarzen Meer Teil 1/3

Ich war drei Wochen mit einem Interrail-Ticket unterwegs und habe es mir als Ziel gesetzt mit dem Zug bis zum Schwarzen Meer zu kommen. Hier die erste Woche:

02.05.2017

Das war kein guter Start: Der Tag fing damit an, dass ich mich echt nicht zum Aufstehen überwinden konnte. Die Lust war nicht da, was zum einen daran lag, dass es 7 Uhr morgens war, und zum anderen, weil ich die nächsten drei Wochen alleine unterwegs sein würde. Sonst konnte sich halt keiner so viel Zeit nehmen. Ab unter die Dusche und dann mit Tasche und Rucksack zum ZOB. Das Ticket war für den Bus nicht gültig. Von Nienburg nach Hannover fuhr ein IC 2. Von Hannover nach Berlin war es ein ICE 2 ohne Zwischenhalt. Beide Fahrten verbrachte ich in den Gängen.
Ich mache Fotos von Streetart und interesanten Leuten. 
In Berlin nahm ich mir zwei Stunden Zeit, sperrte das Gepäck in ein Fach und lief zur Siegessäule. Von da aus ging es zum Hansaplatz und dann mit der U-Bahn bis zur Gedächtniskirche. Der Breitscheidplatz wurde mit Betonbarrikaden nachgerüstet.
Nachmittags fuhr eine Regionalbahn mit einer Antriebssektion in jedem Mittelteil eines Wagens (Stadler GTW) von Berlin-Lichtenberg nach Stettin (Diselfahrzeuge dürfen nicht in den Berliner Hbf einfahren, deswegen kann man erst weiter außerhalb nach Polen rüber). In Stettin ging ich ohne jeglichen Plan los, bis ich nach Nachfrage bei der Post das Ibis-Hotel fand. Ich nahm ein Zimmer für zwei Nächte und da es am regnen war, blieb ich den Rest des Tages gleich hier.

03.05.2017

Gestern Abend hatte ich noch die erste Halbzeit Real Madrid gegen Atletico Madrid gesehen, komme gerade wieder und schalte zur 53sigsten Minute der Wiederholung ein. Läuft.
Tagsüber war ich in Swinemünde (nachdem mich die Schaffnerin oder was am Endpunkt erstmal wachgerüttelt hatte). Um vom Bahnhof in die Stadt zu gelangen, nimmt man die Fähre. Kostet auch nichts. Heute musste irgendein Feiertag sein, die Geschäfte hatten zu und eine Blaskapelle war am spielen. Und das gar nicht schlecht. Ich bin dann am Strand der Ostsee wieder zurück nach Deutschland gelaufen. An der Grenze stehen noch zuweilen alte Zäune. Gruselig. Mit Choreo und sowas. Tor! 2:0 für Real. Schon wieder Ronaldo. Dann jedenfalls war ich bei Mäckes. Wasser gibt’s hier aus Plastikflaschen. Später lief ich noch weiter durch Stettin, vielleicht war ich sogar an der Hakenterasse, wo ich hinwollte, die Beschilderung war nicht so gut.

04.05.2017

Heute wurde das Ticket gut genutzt. Von Stettin ging es über Poznań nach Breslau. In dem alten IC von 1984, der von Poznań aus fuhr, stand ich im Gang in der nähe eines Mitarbeiterabteils. Hatte ein wenig Lehrerzimmerflair. Jedenfalls kam einer von den beiden Herren (Zwei Männer, eine Frau) zu einer Durchgangstür eines Waggons und lies die Druckluft der Tür ab. Danach war die Tür für die restliche Fahrt kaputt. Nun ließ die Tür sich nur noch durch Muskelkraft öffnen. Ich weiß nicht, warum er das tat.
Nach einer kurzen Runde durch Schlesiens Hauptstadt Breslau und einer Backwarenmahlzeit mit Sicht auf den modernen Skytower ging es weiter nach Hirschberg (polnisch: Jelenia Góra). Meine Oma kommt von dort, da wollte ich mal wieder gucken, wie die Lage ist. Allerdings war das mit den Zügen nicht ganz einfach und ich saß über eine Stunde rum und irgendwie fuhr kein Zug. Züge, die angeschlagen waren fuhren irgendwie nicht. Ich stieg in einen modernen IC ein, stieg auch gleich wieder aus, als ich mitbekam, dass man dafür eine Reservierung braucht. Ein Bediensteter sagte, dass gleich ein anderer Zug nach Hirschberg kommt. Ich nahm dann die Bahn, einen Impuls-Zug, die sind auch modern und überall im Land unterwegs, von Gleis 4, welcher erst für Gleis 1 angesagt wurde. 
Um halb 11 war ich in Hirschberg. Mit den schweren Taschen lief ich wieder drauf los. Ein BMW drehte neben mir sich an einer Kreuzung aggressiv mit durchdrehenden Reifen um 18 Grad. Ich hab mich echt verjagt. Kurz nach 11 hatte ich ein Zimmer im Mercure-Hotel. Drei Übernachtungen, das erste und einzige mal mit Frühstück (und zugleich teuerster Aufenthalt mit gut 174 € insgesamt).

05.05.2017

Heute fuhr ich nirgendwo hin, sondern drehte nur eine Runde durch Hirschberg. Ich war hier vor vielen Jahren das letzte Mal. Hätte ich nicht wiedererkannt. Den Brunnen oder die Siebenhäuser in der Stadtmitte. Alles wie neu für mich. Bei der Touristeninfo holte ich mir die Fakten ab, die ich brauchte um zur Schneekoppe zu gelangen.

06.05.2017

Schneekoppe - Nur Original mit Schnee
Das Wetter sieht gut aus, auf zum Berg. Mit dem Bus vom ZOB (anderes Ende der Stadt) ging es zur Schneekoppe (polnisch: Śnieżka). Diese war auch nicht ausgeschildert und die Gipfel lagen unter einer Wolkendecke, weshalb ich auch nicht wusste welcher das sein soll. Irgendwann war ich auf dem richtigen Dampfer und fand den Weg, der allerdings gebührenpflichtig war. Der Weg war nicht ohne, da weiter oben Schnee lag. Und das irgendwann nicht wenig. Fast die ganze Zeit rannte ich im T-Shirt rum, was mir später zum Verhängnis werden sollte. Irgendwann kam ich oben an der Wetterstadtion an. Die Spitze liegt zur Hälfte auch auf tschechischer Seite. Der Weg runter war noch übler als der Weg rauf. Ich schlidderte wie bescheuert, bis ich irgendwann wieder richtigen Boden unter den Füßen hatte. Ich latschte zur Bushalte und dann wieder quer durch Hirschberg zum Hotel. Und bei beiden Wegen nahm ich sicherlich nicht die kürzeste Route.

07.05.2017

Krakau Hbf
Aua. Mit Halsschmerzen und Muskelkater begann der Tag. Ab jetzt ging es auch nur noch bergab: Ich verließ das Mercury-Hotel mit Sack und Pack und versuchte Waltersdorf und Kreuzwiese zu finden. Von Janowitz aus fuhr kein Bus und latschen war kaum drin. Trozdem lief ich einmal durch den ganzen Ort, ohne auch nur ein hilfreiches Schild zu entdecken. Die Polen haben es nicht mit Schildern. Ich hatte vorher noch einen Typen in dem kleinen Laden beim Bahnhof nach dem Weg gefragt, weil die Verkäuferin kein Englisch konnte, aber ich dann wohl auch falsch abgebogen. Nach der Aktion versuchte ich erstmal aus diesem Land rauszufinden, was ebenfalls ein langwieriger Prozess werden sollte. In Breslau holte ich mir eine Reservierung nach Katowice. Das ist schonmal Grenznah nach Tschechien und der Slowakei. Dieser IC hatte es in sich: Es war ein Alter mit Kabinen. Acht Mann pro Kabine, sechs Plätze waren bereits belegt. Ich saß auf der linken Seite, zweiter Platz von rechts, auch noch in Gegenrichtung. Vor mir eine Dicke und links am Fenster ein der dazugehörige dicke Kerl (Glatze, Tatoos, Pit Bull-Shirt). Ich setze mich und fragte mich, wer hier saß, dass der Platz so warm ist. Kurz darauf merkte ich, dass in dem ganzen Abteil eine Höllenhitze herrscht. Ich trug einen dünnen Pulli und der Schweiß lief mir die Stirn runter. Das Thermostat war aber aus. An jeder Haltestelle wurde dann das Fenster geöffnet, es war furchtbar. Zu meiner Überraschung fand ich in Katowice keinen Zug, der nach Tschechien oder die Slowakei fuhr. Ich wollte es in Bielsko-Biała versuchen, da das noch besser lag. Zu dumm nur, dass ich meinen Ausstieg verpennt habe.

08.05.2017

Ich stieg kurz vor halb 1 aus dem Impuls-Zug aus. Zwardoń sah nicht so aus, als gäbe es hier eine Möglichkeit zum Übernachten.Laut Plan ging der nächste Zug um 03:44 zurück. Auf der anderen Straßenseite stand eine windgeschütze Hütte/Bushäuschen, in der ich ein wenig die Augen zugemacht hatte. Zwei Männer, die am Bahnhof am arbeiten waren (es standen dort 4 Züge rum, wurden wohl kontrolliert oder was), sahen mir eine weile dabei aus der Entfernung zu, wie ich mir einen zweiten Pulli überwarf, dann ging ich in die Waagerechte. Gepennt habe ich nicht viel, dafür habe ich den Zug erwischt. Bei meinen Recherchen im Nachhinein stellte sich herraus, dass Zwardoń nur einige hundert Meter zur slowakischen Grenze entfernt ist. So ein Mist. In Bielsko-Biała fand ich auch nicht das richtige, also fuhr ich nach Krakau, egal, ich konnte eh kaum laufen, der Muskelkater war noch locker nicht weg. Trozdem drehte ich eine Runde durch die Stadt. War sehr nett, keine Frage. Jetzt machte ich mich mal konkret schlau, wie man am besten nach Bratislava kommt. Mein Weg führte mich, Überraschung, über Katowice. Im Zug saß eine Familie, die sich über das ganze Abteil verteilte. Ich hielt sie erst für Spanier, im Nachhinein denke ich aber, es waren Rumänen. Egal, auf jedenfall unterhielten sie sich über das ganze Abteil, das war echt nicht geil. Kann man nicht einmal seine Ruhe haben im Zug? Angekommen in Katowice nahm das Chaos wieder seinen gewohnten Gang: Ich stand auf Bahnsteig 1 und wartete auf den Zug nach Wien Hbf. Auf Gleis 9 sollte er ankommen (Bahnsteige und Gleise werden in u. A. In Polen getrennt nummeriert, was das soll habe ich nie herausgefunden). Plötzlich steht da aber ein ganz anderer Zug dran, der sogar eine spätere Ankunftszeit hat. Ich renne runter in die Halle und gucke auf die Anzeige: 15 Minuten Verspätung. Wieder hoch. Der Zug fuhr ab und ein anderer kam. Wieder nicht meiner. Nach den 15 Minuten immer noch kein Anzeichen von dem IC nach Wien. Wieder in die Halle, alles wie gehabt. Wieder hoch. Da stand er dann am danebenliegenden Gleis 7 angeschlagen. Ich musste in Břeclav, Tschechien, aussteigen, aber meinen Anschlusszug nach Bratislava konnte ich sowieso knicken. Und dann war das nicht mal einer von den schnellen und schönen neuen IC's, sondern wieder so eine Abteilgurke, aber immerhin ein neuerer. Eine ältere Frau saß im Abteil, dann kam ich noch, fand die bestimmt nicht gut. Ich auch nicht, die war aber im Nachhinein eigentlich ganz nett. Es kam auch noch eine Frau. Nach einer Stunde ca. bemerkte ich, dass sie in ihrer Handtasche einen Hund dabei hatte. Er war sehr klein und müde und sehr niedlich. Ich stieg in Břeclav aus, der andere Zug stand, was ich sah, als er abfuhr, am Gleis gegenüber und hatte gewartet. Da Břeclav nicht sehr groß und Bratislava heute nicht mehr drin war (machte nichts, ich hatte eh noch 80 Euro in Tschechischen Kronen, die ich verbraten wollte), fuhr ich nach Brünn (tschechisch: Brno). Das einfahren sah mit der Kirche auf dem Berg schon echt imposant aus. Ich dachte, in der zweitgrößten Stadt des Landes findet man jüst ein Hotel, das war dann aber doch gar nicht so einfach. Erst irrte ich durch die Innenstadt und holte mir eine viertel Pizza. Später nahm ich den Bus Richtung Flughafen. Ich dachte, da wird es garantiert was geben. Ich hatte noch den Busfahrer gefragt, ob da was ist und es klang so. Ich fragte ihn auch nach einem Ticket, das musste man über SMS machen, hab ich nicht hingekriegt und dann sein lassen. Wir fuhren und fuhren. Nichts. Kein Hotel zu sehen. Wir kamen schließlich am Flughafen an. Da war Totentanz. Da war absolut nichts. Gut, dachte ich, fahr ich wieder zurück. Tja, das war leider der letzte Bus. Mitten in der Nacht am menschenleeren Flughafen mit einer riesigen Tasche. Richtig unauffällig. Die Security hielt sich zum Glück nur im Gebäude auf. Ein Flugzeug startete von der Landebahn aus, mehr ging hier nicht. Ich überlegte: Legst du dich hier jetzt einfach pennen? Nee. Ich rief mir kurz darauf hin ein Taxi und landete im eFi-Hotel. Super Hotel. Mit Smart-TV und Küchenzeile. Erstmal Mucke über YouTube reingeknallt und meine Kronen haben auch gereicht.

Sonntag, 28. Mai 2017

Und so weiter..

Die einen fallen, die anderen wollen die Welt mit einer neuen Rechtschreibung verändern. Oder schreiben Bücher.
Oder bereisen fast komplett Europa.

Jeder lebt sein Leben auf seine Weise.

Nun, was gibt es neues zu berichten?


..Nichts

Ich habe einige wenige Punkte auf meiner To Do Liste abgehakt. War bereits im Februar im Urlaub.
Habe eine Blume gegessen.
Wie immer habe ich viel Geld (Sehr viel Geld) für viele Sachen ausgegeben.
Mein Auto muss zum TÜV.
Mein Arbeitsvertrag wird verlängert.
Vatertag ist gelaufen.
Ich bin unglaublich alte 25 Jahre alt geworden.
Mein Bart wird länger.
Und natürlich geht es nächste Woche wieder ins Abenteuer.
Schweden.
Traumhaftes Land.
Es geht ab in den Wald. Ich freue mich bereits riesig darauf im Einklang mit der Natur zu leben. Vögel zwitschern und sitzen mit uns gemeinsam am Lagerfeuer.
Hinter unserem Lager befindet sich direkt ein wunderschöner Naturbelassener See.
Ab und zu trifft man auf Elche und immer wenn wir unser Lager verlassen und wir wieder zurück kehren müssen wir mit Entsetzen feststellen das es von Bären verwüstet würde.
So die Vorstellung.
Wie es wirklich wird, und ob wir einen solchen Ausflug wirklich erleben werden,
Erfahrt ihr in der nächsten folge wenn es wieder heißt,

Und so weiter..!

Mittwoch, 17. Mai 2017

VERSAGER des Alltags #1

Schande über mich, schande über meine ganze Familie!
Es ist passiert: Ich bin hingefallen :'(

Dabei gab es nur einige Punkte auf meiner To-Do-Liste, die mir wirklich wichtig waren. Dieses Jahr nicht hinzufallen, war einer davon. Lesen Sie jetzt die Nicht-Hinfall-Story von diesem Jahr:

Ein Jahr lang nicht hinfallen. Wie schafft man das am besten? Jeder Gefahr aus dem Weg gehen? Oder volles Risiko?
Ich hätte mich natürlich verkriechen und einfach nur möglichst viel zuhause rumsitzen können. Aber auf diese Weise kann das ja jeder. Stattdessen bin ich viel zu Fuß unterwegs gewesen, wie immer eigentlich. Ich bin bei Schnee und Glätte zu Fuß überall hingegangen, habe für den Marathon trainiert und war auch sonst für jeden Spaß zu haben. Mehrmals bin ich ins stolpern geraten oder drohte das Gleichgewicht zu verlieren, ich bin jedoch immer standhaft geblieben. Und es wäre jetzt auch keine Schande gewesen, wäre ich im Winter auf einer Eispfütze oder beim Laufen hingefallen. Aber nein, es hat mich erwischt als ich am wenigsten damit gerechnet habe.
Aber was ist nun passiert? Ich war auf dem Weg nach Hause von der Uni. Das Wetter war herrlich, die Laune bestens. Ich hatte noch eine Kleinigkeit für den Abend zu klären und daher mein Handy in der Hand. Ich stehe mit vielen anderen Großstädtern an der roten Fußgängerampel. Sie wird grün, ich gehe los. Nur nochmal schnell eine kleine Nachricht lesen.... - Und dann plötzlich: Mit meinem rechten Fuß trete ich gegen die Bordsteinkannte, verliere die Balance und falle nach vorne. "NEEEEEEIIIIIIINNN!" rufe ich entsetzt als mir klar wird, was gerade passiert ist. Ich lag auf den kalten Pflastersteinen, bin hingefallen wie ein kleines Kind und die Passanten gingen einfach an mir vorbei. Fremdschämen war angesagt. Ich verachte ja selber diese Handyzombies, die man heutzutage auf der ganzen Welt sieht und jetzt machte ich selber so einen Mist. Wird Zeit, dass das Ding wegkommt...

134 Tage ohne hinzufallen sind dennoch ein neuer Rekord für mich. Ob ich das überbieten kann? Locker. Herausforderung angenommen!

Sonntag, 23. April 2017

Deutsche Sprache (vereinfacht) - Anleitung zur light version

Die Wurzeln unserer deutschen Sprache sind uralt und befindet sich seit Anbeginn im stetigen Wandel. Ich vertrete die Meinung, dass man all den hundert Jahren nun einmal das geschriebene und gesprochene Wort bereinigen sollte. Das würde der Sprache zwar ein Stück die Seele rauben, aber zum Wohl aller nachfolgenden Generationen sollte man es trotzdem machen. Dazu habe ich mir ein paar Vereinfachungen rausgesucht, die man in den kommenden 50 bis 100 Jahren in die Tat umsetzen sollte. Vielleicht durch einen fließenden Wechsel, also eine Neuerung nach der anderen einführen. In dem Zeitraum wären noch beide deutsche Sprachen gültig.

Alle Punkte sind  noch nicht ausgereift, und dienen nur als mögliche Beispiele, da ich nun auch nicht alle Regeln der Sprache beherrsche. Falls das hier mal ein Germanistikstudent oder sowas in der Art lesen sollte, der von der Idee was hält, dann können wir gerne daran arbeiten.

1. Artikel reduzieren

Vergessen Sie der und die: Es gibt nur noch das als einzigen Artikel. Dies stellt wohl die wichtigste und effektivste Änderung dar, da wir uns hier sinnfreies auswendiglernen sparen. Englisch dient uns hier als Vorbild.

2. Buchstaben streichen

Vorne weg das ß. Leicht durch ein Doppel-S zu ersetzen (Alternative Variante: Alle Doppel-S durch ß ersetzen). Auch den Buchstaben v kann man grundsätzlich durch f oder w tauschen.  Das selbe gilt für q, bzw. qu= k. In Fremdwörtern oder Eigennamen wären sie natürlich weiterhin erlaubt. Über die Umlaute kann man streiten, würde ich allerdings drin lassen.

3. Zahlen umdrehen

Womit ich selber gelegentlich Schwierigkeiten habe sind mehrstellige Zahlen. Dreiundsiebzig zum Beispiel wäre in Deutsch (vereinfacht) die Siebzigunddrei.

4. Ch und sch verkürzen

Wie im Dänischen das Doppel-A durch ein Å ersetzt wurde, sollten wir das ch und sch durch nur einen Buchstaben ersetzen. Beispiel für einen Buchstaben: Ch = Ć, Sch = Ś

5. Nomen werden klein geschrieben

Hat den Vorteil, dass es zu keinen Problemen mehr mit nominalisierten Verben und Adjektiven kommt. Satzanfänge und Eigennamen behalten ihre Großbuchstaben.

5. Semikolon fällt weg

 Benutzt kaum einer, kann ansonsten durch einfache Satzumstellung umgangen werden.

6. Aussprache von St und Sp

Diese Buchstabenkombis sollten wieder die klassische Aussprache erhalten. Wie zu Omas Zeiten ohne das sch.

7. Den Plural vereinfachen

Jede Mehrzahl endet auf -s, -e oder -n, ohne den Singular weiter zu verfremden.
Beispiele: Fensters, Fernsehrs, Schranke (von Schrank), usw.

Beispieltext:


Wer reitet so spät durch naćt und wind?
Es ist das fater mit seinem kind.
Er hat das knaben wohl in dem arm,
Er fasst ihn sićer, er hält ihn warm.

Sie sehen: Es ist gar nicht so schlimm wie es scheint. Die Umsetzung ist auf lange Sicht gesehen notwendig und macht die deutsche Sprache so wieder konkurrenzfähig.

Weitere Überlegung war noch der Wegfall der Sie-Form bei Anreden. Auch hier ein Vorbild des Englischen. Jeder wird nur noch geduzt. Halte ich aber für schwierig umzusetzen.

Falls es noch weitere Vorschläge gibt, sagen Sie es mir, ich werde meine Liste dementsprechend erweitern.
bzw.
Falls es noch weitere forśläge gibt, sag es mir, ich werde meine liste dementsprechend erweitern.

Dienstag, 11. April 2017

Blockmist ist sexy!


Wie es so ist, wenn man einen Blog hat, schaut man auch ab und an mal auf die Statistiken. Da kann man unter anderem auch sehen, von welchen Seiten Besucher auf den Blog gelotst werden. So wie Facebook oder Google, um ein paar Beispiele zu nennen. Doch ich staunte nicht schlecht, als ich darauf diese Seite gefunden hab: 


Davon gab es noch einige mehr, ich belasse es aber mal bei diesem einen Beispiel. Und hier ein Screenshot aus den Statistiken aus dem Januar:
Man siehe rechts unter Zugriffsquellen
Ihr seht: Es gibt Leute, die auf schlechten pornografischen Seiten auf einen Link klicken und hier bei uns landen. Aber wie kommt das?

Ich denke, dass das eigentlich nur über Werbung passiert sein kann. Und was hat Werbung von unserem Blog da verloren?

Machen wir uns mal ein paar Gedanken. Blockmist ist ja unentgeltlich, gemeinnützig wenn man so will. Deswegen sind wir auch nicht monetarisiert und verdienen nichts durch Werbung. Genauso bezahlen wir auch niemanden um Werbung für uns zu machen, so etwas haben wir gar auch nicht nötig!
Daraus kann man nur folgern, dass Dritte unsere Werbung dahin verfrachtet haben. Das ergibt aber aus wirtschaftlicher Sicht keinen Sinn, da es bei uns ja keine Werbung gibt. Also muss es einen anderen Grund geben. 
Man weiß ja, dass es auf diesen Seiten nur so vor Werbung wimmelt. Und die meisten dieser Werbungen verweisen auf andere pornografischen Seiten oder Betrügereien.
Es könnte ja sein, dass die Jungs (oder Computer), die die Werbung steuern, der Ansicht waren, dass Blockmist auch in das Thema passt und Leute, die sich auf diesen Webseiten rumtreiben auch das hier interessant finden könnten. Und ich finde, dass wir das ruhig als Lob verstehen können.

Blockmist ist böse, Blockmist ist sexy!

Und liebe Perverse, Sie sind hier willkommen!

Dienstag, 21. März 2017

Scheiße bauen, ohne erwischt zu werden - Der Blockmist-Ratgeber

Träumen Sie davon Scheiße zu bauen, ohne erwischt zu werden? Nun, das stellt gar kein Problem da. Was vielen Menschen und wahrscheinlich auch Ihnen dabei im Wege steht, ist die Angst vor den Konsequenzen. Das ist ganz normal, Ärgern Sie sich nicht. Wir haben für Sie wieder vier Punkte zusammengesucht, in denen wir Ihnen erklären, wie sie Blödsinn machen können, ohne dafür Büßen zu müssen. Wichtiger Hinweis: Bei unseren Taten geht es um Banalitäten, wie z. B. ein Dixi umzuschmeißen. Diebstahl, Körperverletzung, etc. ist für den Blockmist ein No Go, aber das sollte selbstverständlich sein.

Die folgenden Punkte geben keine Gewährleistung für den Erfolg und dienen nur als Anhaltspunkte. Aber fangen wir erstmal an:


1) Ruhe bewaren, natürlich wirken

Bleiben Sie sowohl vor als auch nach der Tat ganz natürich. Falls Sie mitten in der Nacht beispielsweise in Buxtehude einen Klingelstreich an einem Mehrfamilienhaus absolvieren, dann ist es die natürliche Reaktion wegzurennen. Klar, entfernen Sie sich schnell vom Zielort, aber bleiben Sie unauffällig und vor allem: Halten Sie die Lage im Blick! Werden Sie nervös, machen Sie Fehler und übersehen vielleicht einen Menschen oder eine Kamera. Und falls Sie wirklich erwischt werden sollten, ist es immer gut einen Fluchtweg oder eine gute Ausrede (je nach schwere der Tat und Ortskenntnissen) vorzubereiten. Allen in allem ist es meistens aber gar nicht so schlimm wie gedacht. Merke:
Ein kühler Kopf ist die halbe Schandtat.

2) Das Unerwartete tun

Auf eine Tat, die keiner erwartet wird sich auch keiner vorbereiten. Soweit die Theorie. Das passende Beispiel: Dino-Park Münchehagen. Mehrere Anzugträger steigen über einen Zaun um für ein Foto gegen die Dinos zu kämpfen. Wurden Sie erwischt? Mitnichten, damit rechnet schließlich niemand. Ein gewisses Risiko besteht immer, aber bei so geringen Konsequenzen wie im geschilderten Fall (Super-Gau wäre wohl der Rausschmiss aus dem Park) ist das nicht weiter tragisch. Es kann auch helfen, eine Aktion total offensichtlich zu vollführen, dazu ein Beispiel in Punkt 3. Je absurder Ihre Idee, desto besser stehen Ihre Gewinnchancen. Diese Aussage steht ein wenig in Konflikt mit dem ersten Punkt, die Gewichtung muss dementsprechend situationsabhängig abgewägt werden. Nichts desto trotz gilt:
Sein Sie kreativ, vermeiden Sie berechenbare Taten.

3) Der richtige Ort zur richtigen Zeit

Ein ganz klarer Punkt vorweg: Nachts auf dem Land kann man sehr viel mehr Mist bauen als tagsüber in der Stadt. Nicht, das Blödsinn in der City nicht möglich ist, aber schwieriger ist es alle mal. Falls Sie zum Beispiel ein Straßenschild demontieren möchten (natürlich keine sicherheitsrelevanten Schilder, das sollte man nicht tun), ist das auf dem Dorf um zwei Uhr nachts kein Problem. In der Stadt allerdings gelingt sowas nur mit einigen Tricks (siehe Punkt 1 und 2): Schrauben Sie das Schild einfach tagsüber in aller Öffentlichkeit ab. Ziehen Sie sich dazu vielleicht noch eine Warnweste an, damit Sie ein wenig Stadtangestellter-Flair haben und ab in den Kofferraum damit. Funktioniert besser, wenn Sie in einer renterfreien Zone unterwegs sind. Die Alten sind da skeptischer, wenn sich was in der Nachbarschaft tut. Schnell ist der Finger an der Wählscheibe. Einmal in Kurzform:
Wenn Ort und Zeit nicht passen, könnte Raffinesse helfen.

4) Die Tat verschweigen

Ein Gentleman schweigt und genießt. Sein Sie nicht so leichtsinnig und posten Sie Ihren Sieg gegen Recht und Ordnung im Internet oder erzählen es irgendwelchen Quatschtüten, die eigentlich Ihre Freunde sein müssten. Ganz schnell könnte es im Nachhinein unangenehme Folgen für Sie geben.
Negativbeispiel Kröpke-Center in Hannover, 2010: Vier Jugendliche verwüsteten die dritte Etage eines Gebäudes in der Hannover-City. Sie kamen damit auch davon. Doch die Jugendlichen kamen Tags darauf zurück um vor einem Kumpel mit der Tat anzugeben. Ein Passant beobachtete die Situation und rief die Polizei. Millionenschaden. Genauso sollten Sie alle Beweise, vor allem von Ihrem Schauplatz beseitigen. Ein Beispiel besagt: Wer hinter der Grundschule grillt, weil es regnet und die Schule überdacht ist und seinen Scheiß NICHT wegräumt, der kann sich darauf gefasst machen nicht mehr oft hinter der Grundschule grillen zu können. Und genau deswegen:
Behalten Sie Ihre Tat im vertraulichem Umfeld. ...und ...zerstören Sie bitte keine Einkaufszentren.

Ich hoffe, wir konnten Ihnen Mut machen ein klein wenig Ärger in die Welt zu setzen, ohne jemandem dabei zu schaden. Sobald Sie dann endlich zuschlagen, werden Sie merken: Scheiße zu bauen ist wesentlich einfacher als es scheint.

Mittwoch, 15. März 2017

Helden des Alltags #2: Als wir das Spiel gegen die Bienen gewannen

Endlich habe ich mal wieder Zeit zu schreiben, was mir so durch den Kopf geistert. Erstmal Ruhe vor Prüfungen! Und hier kommt die eigentlich Geschichte:

Wir schreiben den 25. August 2016. Es ist ein heißer Sommertag, den unsere Jungs größtenteils am Kolk verbrachten. 

Zum Abend hin dachten sich Alex P., Jascha H. und meine Wenigkeit, dass man nochmal just gegen einen Ball treten könnte. Also bestiegen Jascha und ich flott unsere Zweiräder und machten uns auf den Weg zur Grund, Alex sollte nachkommen. Die Grund war leider nicht frei für uns, genauso wenig wie die Weserkampfbahn, also hin zum Bootshaus. 
Jascha hatte seinen Football mitgebracht und wir warfen ihn uns zu. Es machte Spaß. Leider hatten wir noch keine Vorstellung wie sich das Blatt noch gegen uns wenden würde.

Und dann: Eine Szene wie beim Quidditch! Jascha und Daniel kombinieren gekonnt quer über die Wiese, weichen einigen Klatschern aus bis plötzlich das Unvermeidbare geschieht: Der pass kommt nicht an, unser Football fällt zu Boden und bleibt im Boden stecken. Merkwürdig, dachten wir uns. Wir sahen uns das Problem näher an und erkannten, dass der Ball in einem Erdloch gelandet ist und feststeckte. 
So weit so gut, wir beschlossen den Ball einfach herauszuziehen. Ungeschickterweise schob ich den Ball dabei nur noch tiefer in das Loch.. Und es kam noch schlimmer: Plötzlich waren unsere Helden nicht mehr alleine. Ein Summen ertönte und wurde immer lauter, der Himmel über uns begann sich schwarz zu färben. Wir waren von fliegenden Erdbienen (ein ungeschickter Name für fliegende Insekten) umzingelt, die nicht mehr in ihren Bau kamen, da der Football ihnen den Weg versperrte. 
Im nächsten Augenblick spürte ich einen stechenden Schmerz an meinem rechten Knöchel. Es dauerte einen Moment, bis ich bemerkte, dass ich getroffen wurde. Ich taumelte und sank zu Boden.

"Lass mich hier zurück... Rette dein eigenes Leben.." 

sagte ich mit schwacher Stimme. Jascha wollte gerade davon rennen, doch entschied sich kurzerhand doch anders und half mir aus der brenzlichen Situation. Wir verließen die Gefahrenzone und beobachteten das Spektakel aus sicherer Entfernung.

Zeitgleich wurde der Bienenschwarm immer größer. Die Situation erschien aussichtslos. Doch wir hatten noch ein Ass im Ärmel. Wir riefen Alex an und sagten ihm er solle in voller Montur herkommen. Und er kam mit Mütze, Handschuhen und stilecht mit Sonnenbrille. Nach einigen vorsichtigen Annäherungsversuchen gelang es Alex schließlich den Ball in Kickoff-Manier aus dem Loch zu befördern. Er warf den Ball über Jascha hinweg weiter auf mich und ich rannte (trotz meiner Verletzung) über das ganze Feld bis in die Endzone und schaffte den entscheidenden Touchdown!
Damit dürfte klar sein, wer der Held dieser Geschichte ist - Ich, Daniel H.!
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Nein, Spaß. Es war schließlich Alex, der intelligenderweise in einen aggressiven Bienenschwarm rannte nur um einen Football zu holen, der ihm nicht mal gehörte, was bei einem Spiel geschah, bei dem er nicht mal mitspielte. Und das muss meiner Meinung nach gewürdigt werden. Übrigens waren die Bienen schlechte Verlierer: Als das Spiel bereits entschieden war, lauerten sie Alex hinterlistig auf und verwundeten ihn schwer. Dabei trug er üble Verletzungen an Kopf und Arm davon. Alex und ich mussten lange im Lazarett ausharren.

Der Bauwagenkanal war natürlich auch live dabei, dabei entstand diese Aufnahme:



Sonntag, 12. März 2017

Draussen - Alex' Storys #keineahnungwievielte

Der Block muss für 2017 erstmal richtig in Fahrt kommen, überall nur To-Do-Listen. Ich habe auch schon einige Pläne für den Sommer, das wird hart aber hoffentlich auch gut. Heute allerdings war ich erstmal beim alljährlichen CoS-Cup und der "Draussen"-Messe in Bremen, 9 Euro Eintritt und los.
Der Aufbau war fast wie immer, kommst rein und es wird geskatet, irgendwelche Finals standen an, ich weiß gar nicht genau wofür. Aber das spielt ja auch keine Rolle. Daneben war gleich der Wagen von Sigma, die ihre Objektive ausstellten. Das schien auch alles an Fotografie gewesen zu sein, sonst stand der Wagen in einen der letzten Hallen mit anderen Ständen, z.B. Canon. Schade. Ich war übrigens mit einem Kumpel da, der mit vielem dort nicht so viel anzufangen wusste, denn die eigentliche Truppe war leider verhindert, aber es war trotzdem ganz lustig. Danach kamen wir an einem Stand vorbei, die diese aufblasbaren Sofas ausstellten. Das sind geile Dinger, waren mir aber dann doch zu teuer. Auch die Slackliner waren in der Halle vertreten. In der zweiten Halle waren die BMXer und Cityrollerfahrer, wobei ich bei zweiterem mich frage, wie viele Leute tatsächlich die Halfpipe mit dem Cittyroller in Angriff nehmen. Die, die es taten wussten auf jeden Fall was sie tun, das sah schon echt cool aus. Beim Übergang von Halle 1 zu Halle 2 musste ich dann auch mit Enttäuschung feststellen, dass es keinen Salzig-Stand mit den Sporthockern gab. Erst hab ich kein Geld für so ein Ding, dann verpasse ich die Messe, dann komme ich zu spät an und dieses Jahr gibts die gar nicht mehr. Egal, hätte mir wahrscheinlich eh keinen gekauft. Halle Drei bot Fahrräder jeder Art samt Zubehör, auch das war nichts neues, aber trotzdem ganz spannend. Einige Städte und Gemeinden wurden hier auch noch vorgestellt, das war nicht so wichtig für uns. Über Sulingen und dergleichen muss ich mich da jetzt nicht schlau machen, da gab es genug anderes zu sehen.
Letzten Endes waren wir da vielleicht 2,3 Stunden und sind danach noch durch die City gelatscht.
Alles in allem verdienen diese 24 Stunden das Prädikat: Sinniger Sonnag