Sonntag, 25. November 2018

Die Lange Nacht der Parkhäuser 2018

Werfen Sie mal einen Blick auf Ihre Stadt, wie Sie es noch nie getan haben. Wie das gehen soll? Das erzählen wir Ihnen gerne. Ja, es war wieder die Lange Nacht der Parkhäuser, meine Freunde der Etagenparkplätze. Ok, vielleicht eher der Lange Nachmittag/Abend der Parkhäuser oder so, aber das ist zu vernachlässigen, da es so bewölkt war, dass eh kein Licht durch kam. Und saukalt war es. Diesmal lungerten wir auf folgenden Aussichtsplattformen:


Die Kreuzkirche

Parkhaus Altstadt/Schmiedestraße

Es ist immer gut einen Blick auf die Kreuzkirche zu werfen. Von hier oben ist das fast schon zu einfach. Ebenso kann man die Rückseite des Beginenturms am Hohen Ufer von hier aus begutachten. Ein solides Parkdeck.


Parkhaus Markthalle

Was macht der Lümmel da?
Oh Junge, was ein Parkhaus. Sauber ist es hier, das fällt gleich auf. Modern. Guter Blick. Das ist natürlich auch das wichtigste. Außerdem kann man den Sparkassenmitarbeitern beim Rauchen zusehen. Ein Lümmel stand dort zumindest auf der Terasse. Auch nach mehrmaligen winken hatte uns der gute Mann nicht wahrgenommen. Schade, Punktabzug!

Neues Rathaus links, Aegidienkirche recht
Danach ging es noch schnell zum pissen in die Markthalle. An Ort und Stelle hätte es nämlich 50 Cent mindestens gekostet. Aber auch so ist die Markthalle immer empfehlenswert. Der Asiate dort ist nicht schlecht.


Parkhaus Osterstraße

Nicht weit entfernt vom vorherigen Parkhaus und gegenüber der Aegidienkirche befindet sich eines der markanten Autoabstellgebäude Hannovers. Man kommt nicht auf die oberste Etage, aber das ist schon ok. Was nicht ok war, war, das wir von der Prokuristin des Parkhauses blöd angemacht wurden. Also so ungefähr hat sich die Dame zumindest vorgestellt. Wollte nicht, das wir dort lungern. Hat ja Tradition, dass wir verjagt werden, aber selten hatten wir es mit so einem hohen Tier zu tun.

Fora

Parkhaus Lister Meile

Hier, am anderen Ende der Innenstadt geht es etwas gesitteter zu. Man blickt auf die Nachbardächer. Alle samt Wohnhäuser. Man kann gut den Leuten beim kochen zusehen. Nach unten hin kann man, wenn die Scheiben mal geputzt werden würden, in den Eingang von Edeka in der Lister Meilen Passage lugen. Oder Omas dabei beobachten, wie sie sehr langsam die Straßenseite wechseln. Alles in allem war es hier eher von gemütlicher Natur.


Hotel Fora ★★★★

Zugegeben handelt es sich hierbei nicht um ein Parkhaus, auch wenn wir stilecht durch die Parkanlage reingegangen sind und nicht durch den Haupteingang. Bisschen aufwärmen bei dem Wetter tut gut. Mit dem Fahrstuhl ging es in den 9. Stock, besser gucken kann man aber vom 8. aus. Das Hotel liegt etwas außerhalb der Innenstadt im Norden. Da die Wetterverhältnisse nicht die Besten waren, war die Sicht etwas eingeschränkt, aber ausreichend.


Nun aber weg
Alles in allem war es wieder mal eine sehr erfolgreiche Tour. Und ich hoffe, wir konnte Sie inspirieren, mal nicht mit dem Auto ins Parkhaus zu fahren, sondern lieber ein paar Campingstühle und Bierchen einzupacken und sich einen entspannten Tag zu machen. Ein bisschen den Ausblick genießen und die Menschen auf der Straße anpöbeln. So stelle ich mir das vor.

Mit besten Grüßen,
Ihre Städteplaner vom Blockmist

Donnerstag, 8. November 2018

Kennen Sie Kaupmannahöfn?

Petershagen, Stadthagen, Kopenhagen? Nee.
Wilhelmshaven, Bremerhaven, Kopenhagen? Jawollek. Aber warum?

Ist wie so vieles historisch bedingt. Und ich glaube, viel historisch Bedingtes sollte man mal über Bord werfen und ausbessern. Und Kopenhagen ist dafür ein hervorgeragtes Beispiel.

Das Problem ist die Endung -hagen. Dieser kann zu Verwirrungen führen. Laut Wikipedia ist ein Hag ein meist von einer Hecke eingehegtes bzw. eingefriedetes Gelände. Der Wortbestandteil -ha(a)g(en) weist als verbreiteter Flur- oder Ortsname auf diese frühere Siedlungsform hin.
Man kennt es von den oben genannten Beispielen oder auch von Den Haag.

Der dänische Name lautet København©. Hier steht die Endung -havn ganz offensichtlich für -hafen.


Weiter heißt es im Text: Im Mitteldänischen hieß die Stadt Køpmannæhafn, was mit „Kaufmannshafen“ bzw. „Hafen der Kaufleute“ zu übersetzen ist. [...] Auf Isländisch heißt die Stadt heute noch Kaupmannahöfn sowie Keypmannahavn in färöischer Sprache.

Unsere Übersetzung kommt vom englischen Copenhagen und keine Ahnung woher das wieder kommt. Also haben wir eine Übersetzung aus einer anderen Sprache übernommen und verstehen daher nicht mehr die ursprüngliche Bedeutung. Das ist doch scheiß. Ich schlage deswegen vor, diese Variante des Namens nicht mehr länger zu verwenden. Folgende teils bereits genannten Alternativen würde ich Vorschlagen:

København©: Das Original.
Köbenhavn: Das Original mit eingedeutschtem ö.
Köbenhaven: Ich kaufe ein e
Kaufmannshafen: Ganz in Deutsch

Gerne können Sie es mich wissen lassen, welche Variante Sie bevorzugen oder weitere Fälle wie diesen nennen.

Soeben denke ich übrigens darüber nach, ein Blockmist-Wörterbuch zu kreieren, damit die Jugend weiß, wie man sich am Küchentisch mit Muddi auszudrücken hat.

Sonntag, 4. November 2018

Wer wird Goldener Writer 2018?

Hergehört, wertes Volk, meine Damen und Herren,

ich plane einen Wettbewerb der Spitzenklasse! Wer wird der Goldene Writer 2018?

Folgende Idee: Jeder BM-Mitschreiber wählt den seiner Meinung nach besten Artikel, den er zwischen dem 01.12.2017 und 30.11.2018 geschrieben hat. Egal was, egal welches Thema. Hauptsache der Text zeigt den anderen wo es langgeht!
In einer Abstimmung kann der gehrte Mitleser und natürlich auch der geehrte Mitschreiber seinen Favoriten wählen. Dies geht über den BM-Gruppenchat oder E-Mail (guckst du Info/Kontakt).
Nicht über die Kommentarfunktion, damit wird nur Schindluder betrieben.

Das Wichtigste: Zu gewinnen gibt es Ruhm und Ehre und vielleicht einen Wanderpokal, den man erstmal anfertigen müsste. Irgendwas denke ich mir da aus, materielle Dinge sind geil.

Start der Abstimmung ist der Samstag, der 01.12.2018
Ende und Bekanntgabe ist Sonntag, der 30.12.2018

Mitmachen kann jeder, der im angegebenen Zeitraum etwas auf dem Block verfasst hat.
Wer noch ohne Beitrag ist und mitmachen möchte, kann sich sehr gerne bei uns melden! Selbe Kontakte wie oben angegeben.


Samstag, 27. Oktober 2018

Als der Hund meine Post auffraß

Neulich kam mir der Gedanke, dass es Zeit für ein neues Paar Lauftreter wird. Schließlich haben meine aktuellen schon eine Strecke von Hannover bis Ternopil zurückgelegt. Also habe ich den Laptop aufgeklappt und eine Bestellung abgefeuert. Lieferdatum in 4 bis 7 Tagen. So weit so gut. Nach etwa 7 Tagen liegen dann 2 DHL-Zettel im Briefkasten. Der eine weißt mich darauf hin, dass meine Post in der DHL-Abholfiliale liegt. Der andere ist ohne Empfänger ausgestattet (Danke DHL-Typ), könnte also genauso gut meinen Mitbewohnern oder sonst wem gehören und sagt das ein Paket beim Nachbarn Blackburn liegt.

Ich mache mich also die nächsten Tage auf den Weg zur Postfiliale um mein Paket abzuholen. Angekommen suchen die netten Mitarbeiter erstmal geschlagene 20 Minuten nach dem Paket – ohne es zu finden. Danach haben die die Paketnummer in den Rechner eingegeben und festgestellt, dass das Paket beim Nachbarn Blackburn liegt und nie in der Abholfiliale gelegen hat (Danke DHL-Typ). Ich gehe also nach Hause, nehme den DHL-Zettel ohne Empfänger und klingel beim Nachbar Blackburn. Keine Reaktion. Auch die nächsten 3 Tage keiner zu finden. Schließlich erreiche ich den netten Nachbarn und frage nach meinem Paket. Er sagt mir dann, dass ein Paket schon seit einer Woche auf seinem Flur liegt. Kürzlich hat sein Hund das Paket auseinandergenommen, er hoffe das wäre nicht weiter schlimm. Und tatsächlich, sowohl der Versandkarton als auch der Schuhkarton wurden von diesem Hundesohn hart drangenommen. 

So weit, so schlecht. Wäre ja egal, wenn die Latschen wenigstens passen. Aber obwohl ich die schon 2 Nummern zu groß bestellt hab, sind die Schuhe zu klein :(

„Wer hat dir oft den Nerv geraubt? Der Hundi“ - Alexander Marcus hat einfach immer recht. Und ich werde jetzt dieselben Treter nochmal in 5 Nummern größer bestellen und hoffen dass das Paket nicht wieder bei Hundebesitzern landet. Die kleinen Treter wandern dann mit dem neuen Karton dahin zurück wo sie hergekommen sind...




WICHTIGER HINWEIS:
Bald weihnachtet es wieder und wir wollen wie immer traditionell den Schuhbaum schmücken. Denkt also gar nicht erst daran eure aussortierten Schuhe zu spenden, sondern spart sie euch lieber bis Dezember auf. Danke ;)  


Sonntag, 30. September 2018

Tunnelblick

Da steh ich nun. Es ist 5 Uhr in der Früh. Im Dunkeln und im Regen. Eigentlich habe ich mir an diesem Tag extra früh den Wecker gestellt um den Sonnenaufgang zu fotografieren. Schön den Berg hoch und mit einem wunderbaren Blick über den Gardasee. Doch das wird leider nichts, denn ich bin jetzt schon klitschnass und keine Aussicht auf Besserung. Und dafür war ich jetzt schon eine halbe Stunde zu Fuß unterwegs. Frühsport yeah. Aber nützt ja nichts. Also machte ich mich auf die Suche nach einem Schutz vor dem Wetter. 
Ich ging am Fuß des Berges entlang, am Tunneleingang der Schnellstraße vorbei und erblicke einen weiteren Tunneleingang, der aber offensichtlich nicht für den Verkehr vorgesehen war.
Menschen sind hier leider verboten
Natürlich bin ich sofort hinein, denn es regnete ja schließlich - und das war nicht so einfach, denn von den Gittern ließ sich nicht viel bewegen. Danach spaziere ich durch den Tunnel, etwa 50m und stoße auf das nächste Hindernis. 
die 2. Hürde
Ein Tor, etwa 3m hoch... Wer hat sich das denn ausgedacht, der Tunnel wurde doch schon von der anderen Seite dicht gemacht? Wenn ich mir beim Klettern über die erste Barrikade das Bein gebrochen hätte, wär ich jetzt eingesperrt. Mamma mia. Außerdem: Wer würde nicht über dieses 2. Tor klettern, nachdem man schon durch die erste Absperrung durch ist? Also rüber da, ich will schließlich nicht umsonst so früh aufgestanden sein..
Der Blick von außen aufs Tor

Hier darf man erstmal ein wenig den Regen und die Aussicht genießen. Ich gehe weiter die Straße entlang und marschiere direkt in den nächsten Tunnel. Dieser hat sogar einen Namen, es ist die Galeria de Nice. Nice!
eine nette Galerie.
Und so geht es auch weiter ein Stück freier Himmel und dann weiter in den nächsten Tunnel. Und es ist weit und breit kein Auto zu sehen.
links ist der schnelle Ausgang
In einer Abwzeigung vom Haupttunnel
In einigen Tunneln gibt es Abzweigungen, die allerdings nach wenigen Metern abbrechen. Nach einiger Zeit sehe ich aber einen, der sogar beleuchtet ist. Da fragt man sich doch, warum es in diesem gottverlassenen Tunnelsystem eine Beleuchtung gibt?! Natürlich begebe ich mich in diese Richtung und stoße auf eine Tür.
ein beleuchteter Tunnel zweigt ab
eine Tür
 Diese Tür sollte man lieber langsam öffnen, denn dahinter wartet die Zivilisation auf mich:

guten morgen Auto
Und nun wird auch klar, wozu dieser Tunnel hier dient, nämlich als Notausgang aus dem befahrenen Tunnel nebenan. In diese Richtung gehe ich lieber nicht weiter und drehe um, zurück zum verlassenen Tunnel.
da zieht es einem die Schuhe aus
Weiter geradeaus findet man noch die Rümpelkammer der Stadt.
frische Milch

Ich wette hier wohnte mal einer
Und am Ende des Tunnels wartet wieder eins von diesen 3m hohen Toren auf mich. Endstation. Am Ende ist das Ding gut und gerne 700 bis 1000m lang. Kann man mal machen. Wenn es regnet.
Hier ist Ende (durch das Tor hindurch fotografiert). Da vorne geht es auf die befahrene Straße

Sonntag, 23. September 2018

In einem Land vor eurer Zeit - Der Block wurde gestern 4

Was haben wir nicht schon verpasst? Eigentlich fast alles. Die erste Mondladung, Woodstock, Gladiatorenkämpfe bei die Römers. In den 2018 Jahren, in denen es diesen Erdball gibt, haben wir kaum was mitbekommen was wirklich geil war. Nichts desto trotz kann die B↗-Crew auf eine lange Internetgeschichte zurückblicken. Immerhin da waren wir von fast Anfang an dabei. Heute werfen wir mal einen Blick auf die cyberarchäologischen und vorwlanschen Überreste von uns und was es sonst noch gab.

2007 - Die ersten Homepages

Damit fing der ganze Scheiß an. Eine eigene Homepage basteln. So gut wie jeder hatte sich eine über den Hompege-Baukasten erstellt. Das war State of the Art, ich sage es euch. Viele verschwanden wieder, einige halten sich bis heute. Zum Teil in einem aktuellen Zustand, wenn auch mit geringer Relevanz, manche sind in 2007 stehengeblieben. Dort wurden auch die ersten Produkte beworben, wie zum Beispiel die Keine Hose von Keine & Co.
2007: Mammuts, Speere, Paint

Jetzt neu: Tragen Sie Keine Hose! Haha, witzig!

Außerdem hatte ich mal eine Homepage über eine Sci-Fi-Geschichte, die ich mir ausdenken wollte. Die habe ich aber irgendwann wieder gelöscht, weil die jemand aus der Schule entdeckt hat und mir das peinlich war :D Das ist auch schon gute 10 Jahre her.

2008 - YouTube

3 Jahre nach dem Start der Videoplattform kamen auch die ersten, wenn auch sehr unspektakulären Videos an den Start. Konzertmitschnitt der Die Ärzte in Uelzen, Cheap ass Skateboardtricks und sowas.
Hier ein kleiner Überblick, was sonst so dabei rumgekommen ist.

200? - Die Blogs vor dem Block

Blogs waren damals eher so eine Skatersache. NoFamily, Mosaik und Kabeljau sage ich da nur. Es gab mehrere von ihnen. Da hatte ich vor unserem Block kaum was mit zu tun. Am Erstgenannten war ich grafisch etwas beteiligt. Letztgenannten kennt ihr von unserem Banner.


Alles was dann kam, kam nach dem Block, wie der Bauwagenkanal oder Blockmist_Beschichtungstechnik. Was wird als nächstes kommen? Dank Artikel 13 gibt es bald schärfere Gesetze im Cyberspace, deswegen dachte ich an etwas ganz oldschooles:


Blockmist - Das Magazin. Nachschlagen, was keinen interessiert! Pro Quartal so 'ne Schmonzette, die wir dann auf dem Wochenmarkt für einen Apfel und für ein Ei an die Laufkundschaft verscherbeln. Na, wenn das kein Renner wird..!

Donnerstag, 16. August 2018

Erdbeben vs. Döner - Was hätten SIE gewählt?

Wenn Sie die Wahl hätten zwischen einem Erdbeben erleben und ins Fernsehen kommen, wie hätten Sie sich entschieden? Das Beben der Stärke 3.0 habe ich leider verpasst (wäre mein Favorit gewesen. Au Mann, ein richtiges Erdbeben, ey!), dafür haben die beiden Blockmist-Heads, Daniel und ich, für Galileo drei Döner probiert und sollten das Fleisch der Wertigkeit nach einordnen. Gutes Alternativprogramm. Das ganze kam mir auch sehr gelegen, da ich gerade auf dem E-Damm den SB-Bäcker meines Vertrauens aufsuchen wollte und wir dann von zwei Pro7-Mitarbeitern
"Komme ich jetzt ins Fernsehen?"
zurükgepfiffen wurden, an denen wir gerade vorbeigegangen waren. Gott sei dank war ich ein, zwei Stunden davor beim Schneider für eine ordentliche Friese, wie hätte das sonst ausgesehen? Timing ist alles, ich sage es Ihnen. Seien Sie immer darauf vorbereitet Unvorbereitetes zu tun. Eine wichtige Regel aus unserem Blockmist-Ratgeber zu diesem Thema. Also bissen wir rein und erzählten schlaue Sätze in die Kamera. Dieser Döner ist wirklich gut. Dieser Döner ist Durchschnitt. Für diesen Döner würde ich höchstens vier Euro bezahlen. Nur die Aussage von mir, dass ich nicht darauf achte, was für ein Fleisch ich esse, könnte mir harsche Kritik aus ganz Deutschland einbringen, ja quasi ein mittelschweres Erdbeben in der Fernsehlandschaft auslösen, aber da muss ich durch. Das Ergebnis kommt hoffentlich in den versprochenen drei Wochen auf Pro7. Oder war es in sieben Wochen auf N3? Äääh... Ziehen Sie sich das auf jeden Fall unbedingt rein. Das Beste daran übrigens: Die Döner konnten wir behalten.


Donnerstag, 26. Juli 2018

Kurz aber knack ich

Das Meer hat nur ein Watt. Deswegen ist es da nachts auch so dunkel. Hat bestimmt was mit dem hohen Widerstand bei Flut zu tun. Dazu folgendes Zahlenbeispiel: Ein Schiff mit 200 m Länge hat ca. 20000 t Wasserverdrängung und bei 22.5 kn (ca. 11.6 m/s) einen Widerstand von 1000 kN. Strömungsmechanische Grundlagen. Und dann war ich da letztens selbst mal wieder. Bin von Sahlenburg nach Neuwerk gestratzt. Gute 10 Kilometer in knapp über 2 Stunden. Und man darf das echt nicht unterschätzen, wenn der Mond, der alte Scharlatan, wieder am Wasserpegel dreht. Schuster, bleib bei deinen Weltraumleisten! Mein Gedanke am Strand: Das ist locker hier 'ne ebene Fläche von hier bis zur Insel, da passiert gar nichts. Und im nächsten Moment, und es war kurz vor Niedrigwasser, stand ich bis Unterkante Wampe in einem Priel oder sowas. Musste ich unweigerlich durch. War auch gar nicht so wild, hatte nur keine Ersatzhose mit. Trozdem locker hingekommen und zurück fuhr Tags darauf ein Schiff für teure 22 Kröten in einem riesen Bogen um die Sandbänke Richtung Alte Liebe. Das Wetter war gut, die Fähre am schaukeln. Ich genoss die Aussicht bis mich die Müdigkeit einholte und ich dachte: Kurz aber knack ich.