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Sonntag, 26. April 2026

Ich mache deinen RAM teuer - Ein Jahr Vibecoding mit ChatGPT

Ja cool. Ich habe vor einem Jahr angefangen, eine App mit Hilfe von künstlicher Intelligenz zu programmieren und zu nutzen. Aus irgendeinem Grund bin ich damit auch noch lange nicht fertig und es ist vielleicht auch etwas ausgeartet, aber ich dachte mir, dass es mal Zeit für ein Zwischenfazit ist. Fangen wir vorne an:

 

Wozu denn eine App programmieren? Gib doch schon alles, Junge

 

Möglich, aber oft sind Apps und Programm nicht so, wie man sie haben will, oder es vielleicht fehlen Funktionen, die man benötigt. In meinem Fall habe ich ehrlich gesagt gar nicht so lange gesucht, was auch daran lag, dass ich das Vibecoden gerne mal ausprobieren wollte. Außerdem wollte ich mich nicht von bestehenden Apps beeinflussen lassen und alles auf meine Art aufziehen. Mein Ziel war es, eine Datenbank aufzubauen, in denen ich Fahrzeuge (Flugzeuge, Schiffe, Züge, Mopeds mit Beiwagen, einfach alles) eintragen kann, die ich gesehen habe. Sowas interessiert mich aus verschiedenen Gründen und darum gehts jetzt halt.

 

Und wie hast du das jetzt gemacht so mit dem Coden?

 


Die erste Startseite
Erstmal sollte man wissen, ob man eine Android-App oder eine Windows- oder Linux-Anwendung braucht. Ich "arbeite" mit Android Studio. Der Anfang war eine Achterbahnfahrt der Gefühle, denn beim Vibecoden bekommt man recht schnell ein Erfolgserlebnis, allerdings schmierte die App dann irgendwann ab und es hat Tage gedauert, bis sie wieder lief. Immer wieder mal kommt man an Punkte, bei denen es einfach nicht weitergeht und auch die KI nicht hilfreich ist, aber im großen und ganze läuft jetzt alles recht stabil. 


Es ist spannend zu beobachten, wie die App immer größer wird und mehr Funktionen bekommt. Aber man fängt erstmal sehr, sehr rudimentär an. Als meine Datenbank das erste Mal länger als das Display war, wurde mir in diesem Augenblick gewusst, dass ich die Funktion des Scrollens erst einbauen musste. Und sowas kommt immer wieder mal vor.


Ich startete damit, die Fahrzeuge in 4 Kategorien aufzuteilen (Grob in Luft, Wasser, Schiene, Straße), mittlerweile habe ich sie in 22 Kategorien aufgeteilt, um spezifischere Daten aufnehmen zu können, wie z. B. Rotoranordnungen bei Helikoptern oder Straßenbahn-Spurweiten. Alles in Allem ist das schon ziemlich freakig geworden.

 

 

Und kannst du jetzt selbst Code schreiben oder wie?

 

Eisenbahn heute (Teilausschnitt)
Eisenbahn zu Beginn
Haha, natürlich nicht! Aber ich habe trotzdem einiges über den Aufbau des Codes und den Umgang damit gelernt. Ich schaue mir das Geschriebene an und weiß ungefähr, was da passiert und einige Änderungen kann ich auch selbstständig ohne KI machen, aber es ist eher wie eine Sprache verstehen aber nicht wirklich sprechen können.

 

 

 

 

 

 

 

 

Reise zum Schwarzen Meer

Und, zufrieden?

 

Zum Großteil komplett. Manche Dinge wäre ich vielleicht anders angegangen, aber bin jetzt schon zu weit fortgeschritten, um es zu ändern. Andere Dinge, wie Fotos zu implementieren, bekomme ich nicht richtig gut hin. Es funktioniert zwar, aber ist noch sehr fehleranfällig. Allesdings wird die KI mit jedem Tag kompetenter und es ist nur eine Frage der Zeit, bis ich das Jahr Arbeit auch in deutlich kürzerer Zeit erledigen kann.


Vibecoden wird in Zukunft für den Privatgebrauch noch sehr interessant werden und kann es nur empfehlen mal auszuprobieren.

Sonntag, 6. Februar 2022

Der V und das FF4 und Linux

Hey, ihr Genießer. Bis Dezember hatte ich ein Motorola G5. Ein richtiges Schrotteil, braucht kein Mensch. Der Nikolaus legte mir dann ein neues Telefon vor die Tür, bzw. in die Packstation an der Tanke. Es ist ein Fairphone 4 (kurz: FP4, von mir, weil ich leider ein behinderter Volltrottel bin auch gerne mit FF4 abgekürzt, aber immerhin nicht mit FFF) und ich bin nach 2 Monaten Nutzung nicht enttäuscht darüber, richtig viel Geld dafür ausgegeben zu haben. 

Ein modulares Gerät gibt einem das gute Gefühl, dass ein Sturz auf die Displaykante nicht das Ende bedeuten muss, ein neues Display kostet Stand heute 80 € (~160 Mark) und der Softwaresupport läuft bis 2026, 2027, irgendwie sowas. Das Fairphone 2 bekam jüngst ein Update auf Android 10 und der Fernsprechapparillo kam wohlgemerkt 2015 auf den Markt. Amtliche Ansage. Auch andere Komponenten, wie die USB-C-Buchse können getauscht werden. Dazu kommen noch einige Zertifikate, wie der Blaue Engel und Fairtrade für das im Telefon verwendete Gold und was weiß ich nicht alles. Ich fühle mich wie Arnold Schwarzenegger im Wald.

Um dann aber noch einen draufzusetzen, kann das Handy mit dem googlefreien Betriebssystem /e/ OS erworben werden. Hier wird auf Open Source gesetzt, das finde ich nett. Ich nutze allerdings weiterhin Android, da a) es /e/ als ich das Teil gekauft habe noch nicht für FP4 gab, b) mir die Installation zu aufwendig ist, weil ich mich mit dem rooten nicht auskenne und c) einige Apps, die es bedarf, vermutlich nicht für jenes Betriebssystem gibt. Als Ausgleich habe ich mir F-Droid aus dem Netz gezogen und nutze einige Apps aus diesem Store. Der Anteil an den F-Droid-Apps nimmt langsam aber sicher zu, ganz von Google kann ich wohl nicht so bald wegkommen, da ich auf einige Dienste nicht so schnell verzichten möchte, sei es YT oder Blogger, um alle halbe Jahre was auf den BLOCKMIST zu rotzen. Einen Erfolg, den ich neulich verbuchen konnte, war der Transfer meiner Kontakte vom Google-Konto auf eine lokale F-Droid-App. Feels good man.

Und sollte mich mein ausgeprägter Navigationssinn doch einmal verlassen, greife ich nach wie vor auf Google Maps zurück, vor allem wenn es um Hausnummern geht, da hängt OpenStreetMaps noch ein wenig hinterher. Dafür ich habe mir gestern StreetComnplete auf das Teflon gezogen, eine Anwendung, um fehlende Werte für die OSM-Karte unterwegs eintragen zu können.

Auch PC-seitig gibt es seit, ich glaube Mai letzten Jahres, einige Änderungen bei mir. Alles begann damit, dass ich herausgefunden habe, wie man einen USB-Stick bootfähig macht und Linux installiert. Einige Distributionen habe ich nun ausprobiert, angefangen mit Ubuntu, was mir gut gefällt und immer noch läuft, über Linux Mint, was schnell abgestürzt ist und nicht wieder kam, über Pop!_OS, vermutlich mein Favorit und diesen Text schreibe ich jetzt über das Debian-Betriebssystem. Windows hat nach wie vor seine Bewandtnis, aber um sich beispielsweise E-Mails über die schlechten Quartalszahlen durchzulesen oder in LibreOffice eine Kündigung für seinen faulen Angestellten zu schreiben oder Gimp um irgendwelche Beweisbilder zu fälschen, also eigentlich fast alles, was man täglich braucht, gefällt mir eine nutzerfreundliche Linux-Variante in den meisten Punkten deutlich besser. Und für alle, die jetzt nicht verstehen, worum es eigentlich geht: Das ist ja wohl nicht mein scheiß Problem, du Arschloch. Use Gentoo.

Der nächste Übermenschenschritt wäre jetzt natürlich Linux auf einem Framework-Laptop laufen zu lassen. Das wäre das Pendant zum /e/ OS auf dem FP4. Der Framework-Laptop ist ebenfalls ein modulares Gerät, dementsprechend geht mir einer ab, keine Frage. Modular = geil, so einfach ist die Rechnung. Den Rechner behalte ich auf jeden Fall mal im Auge, da ich in absehbarer Zeit keinen Neuen benötige und er einfach schweineteuer ist. Naja, bei einem Preis von 1,29 € (~2,60 DM) pro kg für ein Schlachtschwein (Stand: 2. KW 2022) und bei einem Gewicht von ca. 100 kg bei schlachtreife ist der PC doch deutlich teurer als schweineteuer. Aber ein Schwein ist halt auch nicht modular. Tschüss.




Sonntag, 26. Juli 2020

Bürgerlich und dekadent

Man, man, man, was leben wir in wirren Zeiten, aber was erzähle ich Ihnen. Das begann für mich auch nicht mit Corona, sondern bereits mit dem Abfackeln der Notre Dame de Paris. So ein Feuerball, Junge! Das war der Moment, an dem ich gemerkt habe, dass man sich auf nichts in der Welt verlassen kann. Und es wird auch nicht besser, ich meine, guckt euch den Block an: Sommerloch. Hier ist gar nichts los! 2020 wird auf jeden Fall als beitragsarmes Jahr in unsere Geschichte eingehen. Und in genau diesen wirren Zeiten brauchen wir doch etwas Beständigkeit. Und ich habe auch welche gefunden.
Dabei spreche ich davon, an welchem Wochentag ich welche Armbanduhr trage. Wie dekadent von mir. Im Grunde ist die Sache zemlich einfach, denn ich habe nur zwei Uhren die an Armen halten: Eine digitale "Billo"-Casio und eine etwas hochwertige, dennoch nur mit Quarzwerk ausgestattete, analoge Casio. Erstere ist für wochentags und hauptsächlich für die Arbeit, die andere kommt nur an Sonn- und Feiertagen ums Handgelenk. Es gibt dem siebten Tag der Woche ein wenig Highlight-Feeling zurück, das ist ganz nett. Man sollte den Sonntag nicht (nur) als Ausschlaf- und Fast-wieder-Montag-Tag sehen, sondern als das Filetstück, welches es ist.

Der Blockmist-Ratgeber sagt dazu übrigens folgendes:

Auszug aus den Sonn- und Feiertagsregularien

§1                  Wer den Sonntag nicht ehrt, ist des Weekends nicht wert.     
§2                  Ausflüge an Sonn- und Feiertagen sollten nur mit Hemd, Krawatte und teurer Uhr                                   veranstaltet werden.
[...]
§14 Abs 2      Die 36a vom Chinamann ("Gebratene Nulden mit Knusprig ente") schmeckt sonntags am                       Besten.


Zur Rechten gibt es einmal die Watches im Vergleich.
Uhrenvergleich
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Die oldschoole Digitale ist noch recht neu, schön leicht und stört auf der handwerklichen Arbeit gar nicht. Hat leider jetzt schon einige Macken, aber zum Glück nicht auf dem Glas.
Die Analoge habe ich schon ein paar Jahre, wiegt einiges mehr, ist höher gebaut, sieht aber natürlich wertiger aus. Und ist auch echt unempfindlich gegen Kratzer.

Uhr ist nicht gleich Uhr, meine lieben Freunde, das habe ich gelernt und lasse ich euch nun wissen.


Dienstag, 21. Oktober 2014

Was nicht geht geht nicht und was geht geht [Faszination Weltraum CD Review]

http://www.farin-urlaub.de/v5/news/bilder/FURT_FaszinationWeltraum_Cover_600.jpg 


Der Weltraum - unendliche Weiten, dies sind die Abenteuer des Farin Urlaub Racing Team, das mit Faszination Weltraum nach sechs Jahren endlich ein neues Album am Start hat.
Mit Mein Lied legt die Scheibe gleich einen sauberen Start hin, gefolgt von dem leicht orientalisch angehauchten, dennoch nicht weniger harten Dynamit.
Das schon als Single bekannte Stück Herz? Verloren! folgt auf der Vier. Ein typischer fu-Song.
Viele Texte sind sehr Farin-Urlaub-typisch, aber es gibt auch Neues zu hören, wie das bereits oben genannte Mein Lied oder auch Newton hatte Recht mit dem schnell gelernten Refrain in dem es heißt "Was nicht geht geht nicht und was geht geht", ab und zu auch in Variationen wie "Was nicht steht steht nicht und was steht steht". Man muss auch mal was Neues probieren und das klappt hier ganz gut, auch wenn manche Texte wie z. B. in Heute tanzen etwas albern wirken.
Es bringt doch nichts,
sich ein Leben lang
hinter Büchern zu verschanzen.
Morgen kann ich locker wieder weiterlesen,
aber heute muss ich erstmal tanzen!
Immerhin kann man zu dieser schnellen Ska-Nummer wirklich tanzen.
Auch ruhige Töne kann man auf dem Album mit dem Footballer Farin als Cover, z. B. beim letzten Stück Immer dabei finden.
Im großen und ganzen ist es eine Scheibe mit vielen Ohrwürmern, neuen Melodien und bekannten aber auch Farin-untypischen Texten.
8/10 - geiles Ding