Sonntag, 9. August 2020

Wer ist B. Kühl? (Teil 1) - Der Block deckt auf!

Mainz, Deutschland. Gunther Tiersch, seines Zeichens Meterologe und Goldmedalliengewinner bei Olympia, moderiert gleich wieder das Wetter im Heute Journal. An und für sich nichts Ungewöhnliches und Herr Tiersch ist auch nicht der Hauptgrund, weswegen wir hiervon Berichten. Bevor es bei Tiersch zum Wetterbericht kommt, wird oft ein Foto im Hintergrund eingeblendet. Jeden Tag ein anderes, um die Leute bei Laune zu halten oder was auch immer. Und in unregelmäßigen Abständen, aber dennoch auffällig häufig, lesen wir den selben Namen des Fotografs: B. Kühl. Doch wer ist dieser oder diese B. Kühl?

B. Kühl. Auf englisch Be Kühl. Bleibe Kühl. Das Wetter und kühl bleiben. Kämpft das ZDF mit solchen geheimen Botschaften gegen die Erderwärmung? Ist das eine unterschwellige Botschaft, oder steckt da mehr dahinter?

 
 
 
Dazu war der Block selbstverständlich vor Ort in Mainz-Lärchenberg um herauszufinden, was hier vorsich ging. Mit der Straßenbahn fuhr ich vom Hauptbahnhof hoch, bis zur Stadtion ZDF, um herauszufinden, dass es klüger gewesen wäre, eine Stadtion vorher auszusteigen. Während meines Besuchs wurde gerade der Fernsehgarten gedreht, coronabedingt ohne Publikum. An der Einfahrt an der ZDF-Straße saßen zwei Hardcore-Fans in mitten der prallen Sonne, die vermutlich darauf warteten, dass ein bekanntes Gesicht durch den Haupteingang gefahren kommt.
Die Einfaht war sehr breit und es herrschte reger Betrieb durch Privat- und Firmenfahrzeuge, auch durch mehrere eigene LKW's. Saß in einem dieser Autos vielleicht B. Kühl mit brandneuen Fotos auf der SD-Karte? Wir können an dieser Stelle nur spekulieren.
 
Um an Informationen zu gelangen, ging ich zum Pförtner und fragte nach Einlass, denn ich wollte mich umsehen. Leider kam ich hier nicht weiter, denn auch hier grätschte und Corona wieder voll gegen das Schienbein und alle Besuche des Geländes waren zur Zeit gänzlich untersagt. Ich wurde nun ein wenig direkter: Entschuldigen Sie bitte, aber ich muss hier ermitteln. Oder können Sie mir sagen, wer B. Kühl ist? Was weiß diese Person über unser Klima? Der Pförtner tat so, als ob er die Fragen überhört hätte und bat mich nun freundlich, aber sehr bestimmt das Gelände zu verlassen. Als ich dann versuchte einfach auf das Gelände zu rennen, packte mich der Pförtner in letzter Sekunde und riss mich zu Boden. Es war ein wildes Gerangel, bis mich zwei Sicherheitsmänner, die sich mit dazumischten, schließlich vom Gelände warfen. Die Hardcorefans schauten etwas verwirrt nach dieser Szenerie, was ich ihnen nicht verübeln konnte. Wer ahnt schon, dass ein Pförtner so leicht zu reizen war? Der steckt da doch garantiert mit drin. Das rote Mainzelmännchen der Fußgängerampel sah mich spöttisch an, als ich mich humpelnd und mit blauen Flecken der Straßenbahnhaltestelle näherte. Die ganze Aktion war leider nicht zielführend gewesen. Ein neuer Plan musste her.

Wie wird die Suche nach dem mysteriösen Fotografen weitergehen? Und was wird V als nächstes Dummes tun? Schalten Sie ein, wenn es heißt: Wer ist B. Kühl? Teil 2!

Sonntag, 26. Juli 2020

Bürgerlich und dekadent

Man, man, man, was leben wir in wirren Zeiten, aber was erzähle ich Ihnen. Das begann für mich auch nicht mit Corona, sondern bereits mit dem Abfackeln der Notre Dame de Paris. So ein Feuerball, Junge! Das war der Moment, an dem ich gemerkt habe, dass man sich auf nichts in der Welt verlassen kann. Und es wird auch nicht besser, ich meine, guckt euch den Block an: Sommerloch. Hier ist gar nichts los! 2020 wird auf jeden Fall als beitragsarmes Jahr in unsere Geschichte eingehen. Und in genau diesen wirren Zeiten brauchen wir doch etwas Beständigkeit. Und ich habe auch welche gefunden.
Dabei spreche ich davon, an welchem Wochentag ich welche Armbanduhr trage. Wie dekadent von mir. Im Grunde ist die Sache zemlich einfach, denn ich habe nur zwei Uhren die an Armen halten: Eine digitale "Billo"-Casio und eine etwas hochwertige, dennoch nur mit Quarzwerk ausgestattete, analoge Casio. Erstere ist für wochentags und hauptsächlich für die Arbeit, die andere kommt nur an Sonn- und Feiertagen ums Handgelenk. Es gibt dem siebten Tag der Woche ein wenig Highlight-Feeling zurück, das ist ganz nett. Man sollte den Sonntag nicht (nur) als Ausschlaf- und Fast-wieder-Montag-Tag sehen, sondern als das Filetstück, welches es ist.

Der Blockmist-Ratgeber sagt dazu übrigens folgendes:

Auszug aus den Sonn- und Feiertagsregularien

§1                  Wer den Sonntag nicht ehrt, ist des Weekends nicht wert.     
§2                  Ausflüge an Sonn- und Feiertagen sollten nur mit Hemd, Krawatte und teurer Uhr                                   veranstaltet werden.
[...]
§14 Abs 2      Die 36a vom Chinamann ("Gebratene Nulden mit Knusprig ente") schmeckt sonntags am                       Besten.


Zur Rechten gibt es einmal die Watches im Vergleich.
Uhrenvergleich
Dieser Beitrag lies auf sich warten
Die oldschoole Digitale ist noch recht neu, schön leicht und stört auf der handwerklichen Arbeit gar nicht. Hat leider jetzt schon einige Macken, aber zum Glück nicht auf dem Glas.
Die Analoge habe ich schon ein paar Jahre, wiegt einiges mehr, ist höher gebaut, sieht aber natürlich wertiger aus. Und ist auch echt unempfindlich gegen Kratzer.

Uhr ist nicht gleich Uhr, meine lieben Freunde, das habe ich gelernt und lasse ich euch nun wissen.


Freitag, 17. April 2020

BlockTest WarenMist

Taschentücher bilden in diesen schweren Zeiten das Rückgrat unserer Gesellschaft. Doch was taugen die unterschiedlichen Hersteller? Blockmist hat es sich auf die Fahne geschrieben, für Sie genauer hinzuschauen! Also haben wir eine Testmethode ausgeklügelt, wie strapazierfähig einzelne Sorten sind.

Die Proben:
Die Proben sind je 2 Proben der Hersteller TaTü, Ja! und Tempo.

Die Probenlieferanten
einige Proben nach 1 Versuchsdurchlauf

Der Versuchsaufbau:
Der Versuchsaufbau wurde möglichst einfach gehalten. Man braucht nur eine Kaffeemaschine, die mehrmals am Tag ausläuft und eine Pfütze auf dem Tisch hinterlässt.

Der Versuchsaufbau

Versuchsdurchführung:
Die Proben werden jeweils auf die Pfütze gelegt. Dann wird gewartet bis die Probe sich mit dem Wasser vollgesaugt hat. Anschließend wird die Probe vorsichtig aufgehoben, in die Trocknungskammer platziert und abgewartet bis das Wasser verdunstet ist. Daraufhin wird der Versuch wiederholt, bis die Probe reißt.
Probe in eine Pfütze gelegt
Mit Wasser angereicherte Probe
Proben in der Trockenkammer

Labeln der Probe
zerstörte Probe

Ergebnisse:
Die Testergebnisse sind in der folgenden Tabelle und der Grafik dargestellt:
Testdurchgang
Tempo
Tempo #2
TaTü
TaTü #2
Ja!
Ja! #2
1






2





Zerrissen
3






4



Zerrissen


5






6






7






8

zerrissen




9






10




Zerrissen

11
SIEG!

Zerrissen



Während die Proben von Ja! nach 1 bzw. 7 Durchläufen schlapp gemacht haben, haben die Proben von Tatü nach 3 bzw. 10 Runden durchgehalten. Sieger ist das Markenprodukt von Tempo, das mindestens 7 Runden durchgehalten hat. Ein Tempo ist sogar noch intakt und gewinnt einen Ehrenplatz auf meinem Schreibtisch!

Herzlichen Glückwunsch, Tempo!


Schlüsse:

TaTü trocknen am schnellsten, vor allem wenn man die in auf die Heizung und in die Sonne packt
Wenn man stundenlang allein im immer mit Taschentüchern hantiert, erweckt es einen falschen Eindruck
Nur Tempo hat die verflixte 10. Runde überstanden
 

Was sollen wir als nächstes testen? Sendet uns eure Vorschläge per Telegram zu!




Dienstag, 17. März 2020

Qualitäts-Quarantäne

Sowas hat es in unserem Leben noch nie gegeben. Alles macht dicht, wird abgesagt oder verschoben. Ja, die Corona-Pandemie macht Angst, aber die mutigen Blockmist-Autoren bleiben weiterhin für Sie wachsam und versorgen Sie mit allem, was Sie wissen müssen.
Haben Sie keine Angst um mich, ich schreibe aus meinem Atombunker im Garten. Das Internet ist derzeit unsere einzige Kommunkationsmöglichkeit neben dem Morsen.

--. . .. .-..

Tja, was man hier so alles findet.

Jedenfalls wollte ich Ihnen etwas Inspiration für die Zeit Zuhause geben. Denn sehen Sie es mal so: Während draußen alles still steht, können Sie endlich mal alles machen, wozu Sie sonst nicht gekommen sind.


Hier die 10 ultimativen Tipps, wie aus Quarantäne Qualitäts-Quarantäne wird

1. Treffen Sie sich mit Freunden.

Ah ne! Stimmt ja. Nein, lassen Sie das.


2. Waschen Sie sich die Hände

Endlich haben Sie Zeit, sich gründlich die Hände zu waschen. Tun Sie das bitte auch.


3. Spielen Sie "Gelbes Auto"

Sie wissen schon. Wenn ein gelbes Auto vorbeifährt, dürfen Sie wen hauen.


4. Sagen Sie fünf mal ganz schnell hintereinander Quarantäne

Und überlegen Sie sich dann, ob das wirklich so heißt.


5. Schreiben Sie Kundenrezensionen

ENDLICH können Sie den Nasenhaarschneider von Amazon und das 10-Bett-Hostelzimmer in Neapel bewerten und in jeder Kategorie ausführlich beschreiben.

6. Räumen Sie mal wieder auf

Warten Sie - ist das echt ein nützlicher Tipp? Dann lieber schnell zum nächsten Punkt.


7. Lungern Sie rum 

Wenn nicht jetzt, wann dann?


8. Kaufen Sie Klopapier.  

Das wird Sie auf jeden Fall eine Weile beschäftigen.


9. Schreiben Sie für Blockmist.

Sie haben da doch bestimmt eine ganz tolle Idee im Kopf, die Sie schon lange umsetzen wollten! Dann schauen Sie mal hier.


10. Machen Sie einen Persönlichkeitstest

Ja, richtig gelesen! In diesen schweren Zeiten habe ich es mit rausgenommen, eine neue Kategorie einzuführen: Den Blockmist-Persönlichkeitstest. Probieren Sie ihn gleich mal aus.



Samstag, 25. Januar 2020

Der Edelstahlbecher aus Burgdorf

Ich habe mir vor zweieinhalb Jahren das Ziel gesetzt in den nächsten zweieinhalbjahren so viel wie möglich von Hannover zu sehen. Ich kannte mich so schon recht gut in der Stadt aus, da ich nicht selten hier bin und auch hier geboren wurde und sowas. Aber, dachte ich mir, da ist doch noch sicher Luft nach oben. Bedingt dadurch, dass ich zwei- und später einmal die Woche dort am Hauptbahnhof umsteigen musste, um nach Burgdorf zu gelangen, klang das machbar. Rückblickend kann ich nun sagen, dass ich erstaunlich viel Neues entdeckt und gelernt habe. Oft nutzte ich die Nachmittage, nachdem ich aus Burgdorf kam und stratzte entweder willkürlich durch die Stadt oder nahm mir etwas spezielles vor. Wenn ich alleine unterwegs war kam ich mal am Mühlenberger Markt vorbei, bestieg den Kronsberg oder lernte die Markthalle schätzen.
Aber ich war nicht immer alleine unterwergs. Natürlich war auch oft der gute Daniel mit dabei.
Und so gab es in der Zeit unter anderem
  • die Lange Nacht der Parkhäuser, 
  • Erkundungen einer alten Kaserne, samt Bengalozündung eines dritten Mannes,
  • einen Beitrag für Galileo, 
  • die Aussicht von einem Krankenhausdach, welches kurz darauf nicht mehr existierte, 
  • das Abwarten, dass die Polizei vom holländischen Pavillon verschwindet, um da selber hochzuklettern, 
  • das Besichigen sämtlicher Etagen des Ihme-Zentrums,
  • das Warten auf Bewohner, um in diverse Hochhäuser zu gelangen, 
  • den Besuch eines Buddhistischen Klosters, 
  • einen Blick von einem Rohbau auf die Leine, 
  • Bier trinken bei einer Vorlesung im Audimax, 
  • das Durchlaufen von Tunnelanlagen, 
  • eine Suche nach dem spanischen Viertel, 
  • Blödsinn machen mit den Blockmist-Aufklebern 
  • und so weiter. 
Ein Gespräch mit den ukrainischen Bauarbeitern der Villa Nordstern über das Gebäude gab es auch, da waren wir allerdings in Lehrte. Es verschlug uns halt auch mal etwas weiter weg.

Außerdem hatte ich viel Zeit Baustellen zu gucken. So erhob sich vor meinen Augen das DB-Gebäude am Raschplatz und der neue Endpunkt der 10 und 17 wurde eröffnet, der Megahub in Lehrte wurde hochgezogen und mit Portalkränen bestückt, der alte Güterbahnhof wurde zu Jump One und Conti begann den Bau der neuen Zentrale.

Nun muss ich den Weg nicht mehr fahren und ich komme jetzt seltener nach Hannover. Auch der Edelstahlbecher, aus dem ich in Burgdorf immer Kaffe gesoffen habe, und das Kaffe saufen habe ich dort gelernt, steht jetzt bei mir zu Hause. Aber ich warne euch, das war noch lange nicht unser letzter Streich! Schließlich ist noch eine Lange Nacht der Parkhäuser nachzholen! Vielleicht in Hannover, vielleicht auch wo anders, wir werden sehen.